KAMERUN

Ausbildungsbeihilfe für 92 Seminaristen

Priesteramtskandidaten aus dem Seminar in Bertoua.

Priesteramtskandidaten aus dem Seminar in Bertoua.

Als Papst Benedikt XVI. im April 2009 nach Kamerun reiste, erinnerte er an einen großen Priester dieses Landes: an Pater Simon Mpeke, der von den Gläubigen seiner Heimat liebevoll “Baba Simon” genannt wird.

Der Heilige Vater sagte: “Ihr wisst, wie der ‘barfüßige Missionar’ alle Kräfte seines Lebens in einer selbstlosen Demut aufgewandt hat und es ihm dabei am Herzen lag, den Seelen zu helfen, ohne sich die Sorgen und die Last des materiellen Dienstes an seinen Brüdern zu ersparen.” Dabei war es, als Baba Simon ein junger Mann war, keineswegs selbstverständlich, dass ein Afrikaner Priester wurde.

Im Alter von 12 Jahren ließ er sich 1918 taufen. Anfang der 1920er-Jahre las er mit zwei Freunden in einer Zeitschrift zum ersten Mal in seinem Leben etwas über einen afrikanischen Priester. Daraufhin war es für alle drei jungen Männer klar: Sie wollten auch Priester werden.

Während seines jahrzehntelangen Dienstes behielt Baba Simon nicht einmal Schuhe für sich. Was er hatte, verschenkte er an andere. Seine Opferbereitschaft, seine tiefe Nächstenliebe, sein Eifer für das Evangelium zehrten ihn auf. Er starb im Jahr 1975. Sein Seligsprechungsprozess läuft derzeit. Ein Mitbruder sagte über ihn: “Baba Simon ist das in die Tat umgesetzte Evangelium Jesu Christi.”

Priesterweihe in Kamerun.

Priesterweihe in Kamerun.

Mittlerweile stammt jeder fünfte Seminarist der Welt aus Afrika. Inzwischen sind es afrikanische Missionare, die in alle Welt gehen, um die Frohe Botschaft zu verkünden. Aber die Kirche in Afrika, die so reich ist an Berufungen, teilt die materielle Armut ihrer Gläubigen. Daher brauchen zahlreiche Seminare in Afrika unsere Unterstützung.

So auch das Priesterseminar der Erzdiözese Bertoua im Osten Kameruns, in dem sich zurzeit 92 junge Männer auf die Priesterweihe vorbereiten. Erzbischof Roger Pirenne vertraut uns an, dass er kaum in der Lage ist, das Seminar zu unterhalten.

Es fehlen die finanziellen Mittel zum Unterhalt

Er bittet uns dringend um Hilfe und schreibt: “Ich bin überzeugt, dass Sie nicht möchten, dass wir Kandidaten abweisen müssen, weil uns die finanziellen Mittel fehlen, obwohl wir es mit Sorge erwägen müssen. Wir haben viele Verpflichtungen bezüglich der Ausbildung dieser jungen Männer.”

Die jungen Afrikaner, die sich berufen wissen, können uns mit der Kraft und der Begeisterung ihres Glaubens anstecken. Lassen wir es nicht zu, dass junge Menschen, die ihr Leben Gott schenken wollen, enttäuscht werden, weil es an Geld für ihre Ausbildung fehlt.

Wir haben 25.000 Euro versprochen, damit der Erzbischof niemanden wegschicken muss, der an seine Türe klopft.

Hier können Sie direkt online spenden.

5.Nov 2009 16:25 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:32
KIN / S. Stein