REPUBLIK MAZEDONIEN

Heizung für das Pfarrhaus in Gevgelija

Pfarrer Dimitar Tasev mit seiner Familie.

Pfarrer Dimitar Tasev mit seiner Familie.

Die meisten der nur rund 20 000 Katholiken, die in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien leben, gehören dem byzantinischen Ritus an. Ihre Priester sind größtenteils verheiratet, so wie es in den Ostkirchen üblich ist.

Auch Pfarrer Dimitar Tasev aus Gevgelija, einer Stadt unweit der Grenze zu Griechenland, hat eine Familie. Das jüngste seiner drei Kinder wurde erst im September diesen Jahres geboren.

Die Familie lebt in einem kleinen Häuschen, das drei Zimmer, Küche und ein bescheidenes Bad hat. Die beiden Schlafzimmer, in denen die Eltern und die drei Kinder schlafen, sind nicht beheizt. Im Winter übernachtet die Familie im Wohnzimmer – dem einzigen Raum, in dem es warm ist.

Wenn man Leitungen legen würde, um auch die anderen Räume zu beheizen, könnte mit der gleichen Menge Holz, die jetzt verbraucht wird, das ganze Haus geheizt werden. Aber diese Installation kann sich Pfarrer Tasev nicht leisten.

Gerade die verheirateten Priester der Ostkirchen leiden oft große Armut, da sie nicht nur für ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch für den ihrer Familien aufkommen müssen. Vom Staat erhalten sie keinen Cent, sie bekommen auch kein Gehalt, sondern leben von dem, was die Gläubigen ihnen für ihren Dienst geben.

In diesem Haus lebt der Pfarrer mit seiner Familie.

In diesem Haus lebt der Pfarrer mit seiner Familie.

In Mazedonien, das bereits vor seiner Unabhängigkeit eine wirtschaftlich rückständige Region mit einer nur wenig entwickelten Industrie und geringen Rohstoffvorkommen war, können die Gläubigen nur wenig geben, weil sie selbst arm sind. Wenn die Ehefrau eines Priesters berufstätig ist, ist die Situation etwas besser, aber mit einem Säugling und einem Kind mit Behinderung kann die Frau von Pfarrer Tasev keinem Beruf nachgehen.

Der Pfarrer ist für seine Gläubigen rund um die Uhr im Einsatz. Zu seiner Pfarrei gehören zwei Filialkirchen, von denen die eine 30 Kilometer weit entfernt liegt. Daher ist er oft unterwegs, um Sakramente zu spenden, Kranke zu besuchen oder die Gottesdienste zu feiern. Anfangs hatte er nicht einmal ein Auto. Damals hatte er uns schon einmal um Hilfe gebeten: wir haben ihm geholfen, einen Wagen zu erwerben, damit es für ihn leichter wird, den Dienst in seiner Pfarrei zu verrichten.

Gemeinde war 50 Jahre ohne Pfarrer

Die Gläubigen hatten 50 Jahre lang keinen Pfarrer. Umso größer ist das Bedürfnis nach seelsorglicher Betreuung. Als Pfarrer Tasev 2004 eingesetzt wurde, um die Gemeinde zu leiten, waren die Menschen sehr glücklich. Er ist zudem auch der Seelsorger der Eucharistieschwestern, die neben der Pfarrkirche von Gevgelija ihr Kloster haben.

Diesmal bittet Pfarrer Tasev uns um Hilfe für seine Familie, damit seine Kinder im Winter nicht zu frieren brauchen. Wir haben ihm 4000 Euro versprochen.

Der engagierte Priester schreibt uns: “Ich bedanke mich von Herzen für die selbstlose Hilfe, die Sie uns immer gewähren, wenn wir sie brauchen.”

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Gevgelija · Mazedonien · Pfarrhaus · Renovierung
2.Dez 2009 12:41 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:25
KIN / S. Stein