SENEGAL

Renovierung einer Kapelle

Heilige Messe in der Kapelle von Nianing.

Heilige Messe in der Kapelle von Nianing.

Bis vor 55 Jahren mussten die Katholiken aus dem Dorf Nianing und den umliegenden Dörfern jeden Sonntag zu Fuß oder mit dem Viehwagen bis zu acht Kilometer zurücklegen, um in der Stadt Mbour die Heilige Messe mitfeiern zu können.

Doch 1964 wurde alles anders: Die Brüder vom Heiligsten Herzen ließen sich in dem Dorf Nianing nieder und eröffneten ihr Provinzialat für Senegal mit einem Ausbildungshaus für ihre Postulanten und Novizen. Sie bauten auch eine Kirche. Seitdem können die Gläubigen gemeinsam mit den Ordensbrüdern die Eucharistie feiern.

Der Erzbischof von Dakar ernannte Nianing bald darauf zur Pfarrei. Die Gemeinde ist sehr aktiv: Es gibt Frauen- und Jugendgruppen, Pfadfinder, eine Gruppe, die für die Gestaltung der Liturgie zuständig ist, eine Bruderschaft der Katecheten, verschiedene Gebetsgruppen und die “Katholische Studierenden-Jugend”.

Obwohl in Senegal nur knapp fünf Prozent der Bevölkerung katholisch sind und Muslime rund 90 Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind die Katholiken sehr aktiv. In Nianing kommen sogar so viele Gläubige zur Heiligen Messe, dass manche draußen stehen müssen!

Außerdem werden dort noch immer die jungen Männer ausgebildet, die sich zum Ordensleben berufen fühlen. Die Brüder vom Heiligsten Herzen Jesu der Provinz unterhalten zurzeit acht Schulen in Senegal und zwei in Guinea, in denen 59 Brüder arbeiten.

Die Kapelle ist bei der Sonntagsmesse so voll, dass manche Gläubigen draußen stehen müssen.

Die Kapelle ist bei der Sonntagsmesse so voll, dass manche Gläubigen draußen stehen müssen.

Inzwischen fühlen sich nicht nur Männer aus Senegal berufen, sondern auch aus Cote d’Ivoire (ehemals Elfenbeinküste), Togo, Burkina Faso, Mali, Kamerun und dem Tschad. Für die Postulanten und Novizen ist die Kapelle das Herz des Ordenshauses, in dem sie sich auf ihre Ewigen Gelübde vorbereiten.

Nianing liegt am Meer, rund 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Dakar. Die Bausubstanz des Gotteshauses, das seit nunmehr 45 Jahren der salzigen Luft ausgesetzt ist und wird dadurch immer mehr zerstört. Rost zerfrisst alles, was aus Metall ist, und auch das Holz leidet. Der Dachstuhl, die Fensterrahmen, die Türen, das mit Blech gedeckte Dach, die Bänke, die Holzvertäfelung im Innenraum der Kirche – an allem nagen der Zahn der Zeit und das Salz des nahen Meeres.

“Die Kapelle ist nicht mehr so schön wie früher”

Bruder Mathieu Cabo, der 1964 an der Errichtung der Kapelle beteiligt war und in Nianing als Schüler, Postulant, Novize und junger Ordensmann gelebt hat und nach seiner Profess als Lehrender tätig war, erzählt uns: “Während meinen letzten Ferien habe ich einige Tage in unserem Provinzialat in Nianing verbracht und habe in dieser Kapelle gebetet, wo ich mehrfach meine Ordensgelübde erneuert und vielen meiner Mitbrüder beigestanden habe. In der Tat ist sie nicht mehr so wie früher, sie hat ihre Schönheit und ihre Frische von einst eingebüßt. Sie muss renoviert werden.”

Heute lebt Bruder Mathieu in Rom seinen Dienst, aber für seine Mitbrüder und die Gläubigen der Pfarrei bittet er uns um Hilfe. Wir haben 25.000 Euro für die Renovierung dieser Kapelle versprochen, die sowohl für die Gläubigen der Pfarrei von Nianing als auch für die Brüder vom Heiligsten Herzen Jesu der Ort ist, an dem sie sich um den Tisch des Herrn scharen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Dakar · Kapelle · Nianing · Novizen · Ordensbrüder · Renovierung · Senegal
2.Dez 2009 16:25 · aktualisiert: 20.Aug 2014 07:12
KIN / S. Stein