BURUNDI
Die Diözese Rutana im Südosten Burundis ist noch jung, sie wurde erst im Januar 2009 gegründet. Bischof Bonaventure Nahimana hat viel zu tun, um seine Diözese aufzubauen.
Denn eigentlich fehlt es noch an allem. Aufgebaut werden muss die praktische Infrastruktur der Kirche: Pfarrhäuser, Klöster, Büros der Diözesanverwaltung, soziale Einrichtungen, Ausbildungsstätten und noch vieles mehr.
Aber das dringendste Anliegen ist ihm, dass die Priester der elf Pfarreien, aus denen die Diözese besteht, die Gläubigen gut betreuen und immer für sie da sein sollen.
Auch das Berufungsapostolat soll auf diese Weise verstärkt werden - das Beispiel und die Gegenwart der Priester soll junge Männer ermutigen, ihr eigenes Leben ebenfalls in den Dienst des Herrn zu stellen.
Dazu müssen die Priester jedoch die Gelegenheit haben, die Gläubigen möglichst intensiv zu betreuen. In einigen der Pfarreien ist dies schwierig - nicht deshalb, weil es ihnen an Eifer fehlen würde, sondern weil sie weite Strecken zu Fuß zurücklegen müssen, um in die Dörfer, die zu ihren Pfarreien gehören, zu gelangen.
Dadurch geht viel kostbare Zeit und Kraft verloren. Einige der Ortschaften sind fast 30 Kilometer vom Zentrum der Pfarrei entfernt. Auf ihren langen Fußmärschen werden die Priester überdies von stechender Sonne oder heftigem Regen geplagt.
Auch Binnenvertriebene und aus dem Ausland, vor allem aus dem angrenzenden Tansania, zurückkehrende Flüchtlinge müssen seelsorglich betreut werden. Denn Burundi, das zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, wurde lange von einem blutigen Bürgerkrieg heimgesucht.
Im Bistum Rutana leben 170 000 Katholiken, jede Pfarrei hat im Durchschnitt über 15 000 Gläubige. Die Priester müssen in den Orten die Heilige Messe feiern, Sakramente spenden, in mehreren Schulen Religionsunterricht abhalten, Kranke und Alte besuchen und vieles mehr. Aber ohne ein geeignetes Verkehrsmittel ist dies alles kaum möglich.
Der Bischof schreibt uns: “In diesem Priesterjahr fordern wir die Priester dazu auf, näher bei den Menschen zu sein, insbesondere bei den Kranken und den Verlassenen, und ihre Besuche in den Filialgemeinden, in den Lagern der Binnenvertriebenen und der aus dem Ausland heimkehrenden Flüchtlingen zu vermehren, aber dies ist nicht leicht. Ich muss sagen, dass die Mehrheit unserer Priester ihren Dienst unter den schweren Bedingungen mit Freude verrichtet.”
Er bittet uns, beim Kauf von fünf Mofas zu helfen, damit die Priester in den drei Pfarreien, in denen die Wege am weitesten sind, leichter zu ihren Gläubigen gelangen können. Zwei weitere Mofas sollen der pastoralen Arbeit der Diözese zur Verfügung stehen, vor allem denen, die im Berufungsapostolat tätig sind.
Um Autos bittet er nicht, weil sie zu teuer sind und zuviel Benzin verbrauchen, und für die meisten bezahlbaren Autos wären einige der Straßen ohnehin zu schlecht. Aber Mofas wären eine große Erleichterung für die Priester und würden die Seelsoge stark voranbringen.
Wir haben ihm 15.000 Euro versprochen, damit die Gläubigen nicht so lange auf ihre Priester zu warten brauchen.
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