GUATEMALA

Bau einer Anbetungskapelle in Cuilapa

Bernabe de Jesus Sagastume Lemus, Bischof von Cuilapa.

Bernabe de Jesus Sagastume Lemus, Bischof von Cuilapa.

Rio Esclavos – “Sklaven-Fluss” heißt ein Fluss in der Nähe der Stadt Cuilapa im Norden Guatemalas. Der Name erzählt davon, dass die Ureinwohner des Gebietes, die Xinca-Indianer, im 16. Jahrhundert von den Spaniern als Sklaven verkauft wurden.

Heute ist die Stadt Cuilapa die Hauptstadt des Bezirks Santa Rosa. Die Kathedrale ist dem Göttlichen Kind geweiht, das in Lateinamerika besonders verehrt wird. Rund 80 Prozent der 13 Millionen Einwohner Guatemalas sind katholisch.

Trotz dieser großen Zahl steht die Kirche vor Herausforderungen. Eine davon ist die starke Verbreitung von Sekten. In vielen Städten entstehen Sektentempel – sogar Garagen werden von verschiedenen Gruppierungen genutzt, um präsent zu sein. Mit falschen Versprechungen von Wohlstand und mit materiellen Geschenken werden die Menschen angelockt.

Oft wird die Angst vor Naturkatastrophen ausgenutzt, um die Leute davon zu überzeugen, dass der Weltuntergang bevorstehe und sie sich retten könnten, indem sie sich der Sekte anschlössen und ihr Geld spendeten. Manche sind später enttäuscht und kehren der Sekte wieder den Rücken, aber sie schämen sich, wieder zur katholischen Kirche zurückzukehren.

Ein wichtiges Mittel, um den Sekten zu begegnen, ist die Stärkung der katholischen Frömmigkeit, die im Volk stark verwurzelt ist. Die Verehrung der Gottesmutter, die Liebe zu den Heiligen, der Empfang der Sakramente und vor allem die eucharistische Anbetung sind den Menschen wichtig.

Die Kathedrale vom Göttlichen Kind in Cuilapa.

Die Kathedrale vom Göttlichen Kind in Cuilapa.

Auch das Gebet um Berufungen ist von größter Bedeutung, denn in Guatemala fehlen Priestern. Die Zahl der Priester ist seit hundert Jahren nicht gestiegen, während die Bevölkerung stark angewachsen ist. So gibt es in der Diözese Santa Rosa de Lima, die ihren Sitz in Cuilapa hat, für 339 000 Katholiken nur elf Diözesanpriester.

Außerdem leidet das Land unter der massiven Gewalt. Vor allem der Drogenhandel führt zu einer hohen Zahl an Morden und anderen Delikten. In der einfachen Bevölkerung ist zudem der Alkoholismus verbreitet, weil viele Menschen den harten Alltag und ihre Armut zu vergessen versuchen. Diesen Herausforderungen muss die Kirche begegnen.

Immerwährende Anbetung

In Cuilapa soll Jesus Christus stärker präsent sein. Daher soll neben der Kathedrale vom Göttlichen Kind eine Anbetungskapelle entstehen, in der während des ganzen Tages das Allerheiligste zur Anbetung aufgestellt wird. Die Katholiken in der Stadt sind von diesem Projekt begeistert. Sechzig Gläubige haben sich schon bereit erklärt, abwechselnd jeden Tag vor dem Allerheiligsten zu beten.

Papst Benedikt XVI. ermuntert für die eucharistische Anbetung, da sie zur “Einheit mit dem lebendigen Herrn” führt. Die Eucharistie ist “die Mitte des christlichen Lebens”.

Daher haben wir 10.000 Euro zugesagt, damit die Gläubigen in Cuilapa Christus im Heiligsten Sakrament in ihrer Mitte haben können.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Bauhilfe · Cuilapa · Guatemala · Santa Rosa
9.Mrz 2010 18:16 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:19
KIN / S. Stein