PAPUA-NEUGUINEA

Renovierung des Seminars in Madang

Priesterweihe in Papua-Neuguinea.

Priesterweihe in Papua-Neuguinea.

45 Seminaristen aus zwölf Diözesen bereiten sich am Großseminar in Madang auf den Priesterberuf vor. Die katholische Kirche ist noch jung in diesem Land: Erst vor 120 Jahren kamen die ersten Missionare hierher. Jahrzehntelang haben ausländische Priester hier die Kirche aufgebaut und den Menschen gedient.

Bischof Henk te Maarssen SVD, Bischof der Diözese Kundiawa erklärt jedoch: “Die alten Missionare werden eines Tages zurück in ihre Länder gehen oder sterben. Deshalb brauchen wir einheimische junge Menschen, die als Priester und Ordensleute ihrem Volk dienen”. Daher ist die Ausbildung einheimischer Priester besonders wichtig.

Mit Erfolg: Die Zahl der Berufungen wächst. Zugleich steigen aber auch die Kosten stark an. Die Menschen sind jedoch sehr arm. Die Eltern versuchen zwar, ihre Söhne zu unterstützen, und bringen dafür große Opfer, aber sie haben meist viele Kinder, und das Einkommen einer Familie reicht gerade so zum Überleben. Ein Sohn bedeutet in ihrer Kultur viel, aber viele Eltern geben ihre Söhne gern her, damit sie Gott und den Menschen dienen.

Auch die jungen Männer selbst bringen viele Opfer. Priester zu werden, um ein besseres Leben zu führen – davon kann in Papua-Neuguinea keine Rede sein. Die zukünftigen Priester werden größtenteils in schwierigen Regionen arbeiten. Teilweise gibt es keine Brücken, die die beiden Ufer eines Flusses verbinden, sondern man muss sich über dünne Äste hangeln oder das Wasser durchqueren, um auf die andere Seite zu gelangen.

Unterricht im Seminar in Madang.

Unterricht im Seminar in Madang.

Außerdem können sie nicht für ihre Eltern sorgen, wenn diese krank werden. Denn in der Regel sind die Priester noch ärmer als der Rest der Bevölkerung. Ein Seminarist bringt es auf den Punkt: “Ich bin mit leeren Händen auf die Welt gekommen, ich werde diese Welt auch mit leeren Händen verlassen!”

Ein anderer Seminarist hat uns einmal gesagt: “Viele Menschen können nicht lesen und schreiben, so dass sie nicht die Bibel und die Lehren der Kirche lesen können. Aber sie sehen die Priester. Wenn also die Priester ein heiligmäßiges Leben führen, werden die Leute in den Priestern Heiligkeit lesen.” Die Kirche brauche nicht unbedingt viele, sondern vor allem heilige Priester, meint er entschlossen.

Sanierung zum Großteil in Eigenarbeit

Das interdiözesane Priesterseminar in Madang ist jedoch renovierungsbedürftig. Vor allem wird die 40 Jahre alte Bausubstanz durch Feuchtigkeit angegriffen, aber auch die sanitären Einrichtungen verdienen kaum diesen Namen.

Die Seminaristen leisten viel in Eigenarbeit, um das Gebäude zu erhalten. Sie arbeiten jeden Tag zwei Stunden daran, um Seminargebäude zu sanieren. Aber es fehlt an Geld, um das notwendige Material zu beschaffen. Wir wollen mit 20.000 Euro helfen.

Hier können Sie direkt online spenden.

10.Mrz 2010 13:03 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:18
KIN / S. Stein