ÄTHIOPIEN

Bau einer Kapelle in Niko

Katechesen und Gottesdienste müssen unter freiem Himmel stattfinden.

Katechesen und Gottesdienste müssen unter freiem Himmel stattfinden.

Im Dorf Niko im Apostolischen Vikariat Gambella ist die katholische Kirche erst seit 2008 tätig, aber innerhalb kurzer Zeit wurde dort ein blühendes Apostolat aufgebaut. Die Ortschaft liegt 800 Kilometer westlich der Hauptstadt Addis Abeba und hat 4500 Einwohner.

In der Regenzeit, die von Juni bis September dauert, wird ein Großteil der am Ufer eines Flusses gelegenen Ortschaft überflutet und ist kaum noch zugänglich.

Die Region ist vernachlässigt, die Bevölkerung lebt in großer Armut. Malaria ist verbreitet, und nur wenige Menschen können lesen und schreiben. Zudem gibt es Konflikte zwischen einzelnen Stämmen. Die meisten Menschen gehören traditionellen Stammesreligionen an. Viele interessieren sich jedoch für die Frohe Botschaft Jesu Christi und möchten mehr darüber erfahren.

Petros Tesfaye, der Pfarrer, schreibt uns: “Die katholische Kirche ist die Kirche, die alle Stämme vereint. (…) Die Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze, aber sie sind sehr glücklich, katholische Christen zu sein, und ihr Glaube ist stark. Die Zahl der Katechumenen nimmt immer mehr zu.” Für ihn ist es wichtig, dass die Armen und Benachteiligten erfahren, dass sie als Kinder Gottes eine Würde haben.

Bislang unterrichtet er die vielen Menschen, die sich inzwischen bereits taufen lassen wollen, im Schatten eines Baumes. Zurzeit bereiten sich 375 Personen auf die Taufe und die Erstkommunion vor. Auch in anderen Dörfern bitten Menschen darum, mehr über den katholischen Glauben zu erfahren.

Katechese mit Kindern im Dorf Niko.

Katechese mit Kindern im Dorf Niko.

Der Priester möchte in Niko abseits von den in der Regenzeit überschwemmten Gebieten eine Kapelle errichten, damit der Unterricht und die Gottesdienste nicht mehr unter freiem Himmel stattfinden muss. Aber auch außerhalb der Regenzeit ist das “Dach über dem Kopf” wichtig: der Baum spendet zu wenig Schatten vor der brennenden Sonne.

Außerdem fühlen sich die Gläubigen benachteiligt, wenn sie keinen Raum haben, in dem sie Gott verehren können. Gerade in Afrika haben die Menschen ein tiefes Bewusstsein für heilige Räume.

Die Einwohner von Niko wollen sich am Bau der Kapelle beteiligen und Holz, Steine und Sand herbeischleppen. Sie sind auch bereit, von dem wenigen Geld, das sie zur Verfügung haben, etwas zu spenden, damit Gott in ihrer Mitte ein Haus haben wird.

Aber die bescheidenen Mittel reichen nicht aus. Daher bittet Pfarrer Petros Tesfaye uns um Hilfe. Wir haben ihm 15.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Äthiopien · Bauhilfe · Gambella · Kapelle
9.Apr 2010 09:46 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:15
KIN / S. Stein