DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Katechetenausbildung für die Militärseelsorge

Soldaten bei einer Katechese.

Soldaten bei einem Katechese-Unterreicht.

Seit 1996 wurden in der Kivu-Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr als fünf Millionen Menschen ermordet. Unvorstellbar brutale Massaker, Massenvergewaltigungen, Brandanschläge, Entführungen und Plünderungen sind bis heute an der Tagesordnung.

Die internationale Presse jedoch nimmt diesen Konflikt kaum zur Kenntnis. Fast niemand weiß, dass es sich um die kriegerische Auseinandersetzung handelt, die seit dem Zweiten Weltkrieg am meisten Menschenleben gekostet hat.

Ursache dieser Tragödie ist die Gier nach Bodenschätzen, vor allem nach dem Metall Coltan. Wegen seiner hohen Hitzebeständigkeit und Leitfähigkeit ist es aus Computern oder Mobiltelefonen nicht mehr wegzudenken. Menschenleben spielen in diesem Kampf keine Rolle. Nicht nur die Rebellen zeichnen sich durch große Brutalität aus, sondern auch die kongolesischen Regierungstruppen.

Umso bedeutungsvoller ist ein Projekt, das die Diözese Goma ins Leben gerufen hat, um die Angehörigen der Armee seelsorglich zu betreuen. Die Soldaten sollen die Botschaft des Evangeliums und Werte kennen lernen, die ihr Handeln bestimmen sollen.

Die Diözese möchte wegen des Erfolgs der Idee weitere 200 Katecheten ausbilden, die den Soldaten helfen sollen, sensibel zu werden für Gottes Willen und die Würde des Menschen und ihr Leben immer mehr am Geist des Evangeliums auszurichten. Es werden viele Katecheten gebraucht, denn zahlreiche Orte sind aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nur schwer zu erreichen.

Gruppenfoto mit einigen Katecheten für die Militärseelsorge.

Gruppenfoto mit einigen Katecheten für die Militärseelsorge.

Papst Benedikt XVI. sagte in seiner Predigt zum Auftakt der Sonderbischofssynode für Afrika, die im vergangenen Oktober in Rom stattfand: “Durch ihr Werk der Evangelisierung und der menschlichen Förderung kann die Kirche gewiss einen großen Beitrag für die ganze Gesellschaft in Afrika leisten (…). Die Kirche, eine Gemeinschaft von Personen, die mit Gott und untereinander versöhnt sind, ist berufen, Prophezeiung und Sauerteig der Versöhnung zwischen den verschiedenen ethnischen, linguistischen und auch religiösen Gruppen zu sein (…).

“Aufbau einer gerechteren und brüderlicheren Welt”

Wenn es offen ist für die erlösende Gnade des auferstandenen Herrn, wird Afrika immer mehr von seinem Licht erleuchtet werden, und wenn es sich vom Heiligen Geist leiten lässt, wird es zum Segen für die Universalkirche werden und einen eigenen, qualifizierten Beitrag leisten zum Aufbau einer gerechteren und brüderlicheren Welt.”

Um dies zu erreichen, setzt die Diözese Goma dort an, wo es wichtig ist: bei denen, von deren innerer Einstellung es abhängt, ob sie in ihrem militärischen Dienst zu Massenmördern oder zu Dienern der Gerechtigkeit und des Friedens werden.

Bitte helfen Sie uns bei diesem wertvollen Projekt für eine friedlichere Zukunft in einem militärischen Afrika. Wir haben 15.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

12.Apr 2010 16:09 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:15
KIN / S. Stein