PERU

Existenzhilfe für 12 Ordensschwestern

Ordensschwester tröstet einen Jungen.

Ordensschwester tröstet einen Jungen.

Am 14. Juli 2006 waren Schwester Gavina und Schwester Susana unterwegs, um die Gläubigen in abgelegenen Dörfern in den Anden zu besuchen. An der Stelle, an der sie abstürzten, steht heute ein Gedenkkreuz.

Die beiden Schwestern bezahlten ihren unermüdlichen Einsatz mit dem Leben. Aber wie diese Schwestern, die dafür mit dem Leben zahlten, lassen sich auch ihre Mitschwestern in der Prälatur Caravelí in Südperu nicht von ihrem Dienst abschrecken.

Die Apostolische Prälatur Caravelí erstreckt sich über ein Gebiet, das mit 30 000 Quadratkilometern fast so groß ist wie Belgien und vom Meer bis in 4000 Meter Höhe reicht. Hier gibt es 460 kleinere und größere Ortschaften.

Die Menschen leben in großer Armut. Viele sind in den Bergwerken tätig und arbeiten dort oft unter menschenunwürdigen Bedingungen, andere leben von dem, was sie auf den kargen Böden anbauen. Die Menschen an der Küste leben mehr schlecht als recht vom Fischfang.

Auch die Infrastruktur ist extrem schlecht: Es gibt kaum ein Gesundheitssystem, keine weiterführenden Bildungsangebote, die der Jugend Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben könnten. In den meisten Dörfern gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Die Wege sind schlecht, und immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen.

Ordensschwestern bereiten Gläubige auf Sakramente vor

Um den Menschen zu helfen und die Frohe Botschaft zu verkünden, sind zwölf Schwestern von vier verschiedenen Kongregationen in der Prälatur tätig. Sie besuchen Kranke, betreuen alte Menschen und Kinder, tragen die Katechese auf ihren Schultern, bereiten Paare auf die Trauung, Kinder auf die Erste Heilige Kommunion und Jugendliche auf die Firmung vor, unterrichten Taufbewerber, organisieren Jugendgruppen und leiten Wortgottesdienste.

Mit ihrem hingebungsvollen und geduldigen Einsatz werden sie “allen alles”. Sie werden dringend gebraucht, denn es gibt viel zu wenige Priester. Von den 120 000 Einwohnern sind fast 110 000 katholisch, aber es gibt laut Päpstlichem Jahrbuch nur sechs Priester.

Die Schwestern, die unermüdlich im Einsatz sind, haben aber keine Möglichkeit, für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Sie bekommen kein Geld, und da sie ohnehin schon zu wenige sind, um die vielen Gläubigen zu betreuen, können sie auch nicht noch nebenbei einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Ohne Hilfe könnten die Schwestern, die alles für andere und nichts für sich selbst tun, nicht mehr zu Engeln für die Menschen in Caravalí werden. Wir haben ihnen 2230 Euro versprochen, damit ihr Lebensunterhalt in diesem Jahr gesichert ist.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Anden · Armut · Caraveli · Existenzhilfe · Ordensschwestern · Peru
12.Apr 2010 16:13 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:12
KIN / S. Stein