SLOWAKEI

Ein Altersheim für Ordensschwestern

Ältere Ordensschwestern werden liebevoll von ihren jüngeren Mitschwestern betreut.

Ältere Ordensschwestern werden von ihren jüngeren Mitschwestern betreut.

Von den 5,4 Millionen Slowaken sind etwa sechzig Prozent Katholiken. Die Hälfte davon geht regelmäßig sonntags zur Kirche, vier bis fünf heilige Messen am Sonntagvormittag sind deshalb die Regel. Manche Menschen lassen sich noch im Erwachsenenalter taufen.

Aber die Kirche in der Slowakei steht auch vor gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Bischof von Spiš, František Tondra, ist besorgt, weil in der slowakischen Gesellschaft die christlichen Werte immer stärker untergraben würden.

In dieser gesellschaftlichen Situation brauche die Kirche den Einsatz von Menschen, die der Gesellschaft mit ihrem Lächeln und ihrer Liebe das wahre Antlitz Gottes zeigen.

Besonders wichtig und fruchtbar ist daher das Wirken und das Zeugnis von Ordensfrauen, die den Menschen in der Slowakei die Liebe Gottes nahe bringen. So sind beispielsweise 154 Barmherzige Schwestern des heiligen Vinzent in der Slowakei segensreich tätig.

Bereits 1975, also noch in kommunistischer Zeit, gründeten sie die “Familie der Heiligen Jungfrau”, einen Verein, der heute mehr als einhunderttausend Kranke, Menschen mit Behinderung, Senioren, Häftlinge sowie Menschen, die ihnen helfen wollen, vereint. Die Schwestern organisieren Pilgerfahrten nach Lourdes, besuchen Kranke, leiten ein Briefapostolat und stehen den Menschen in ihren Nöten zur Seite.

Einige der Ordensfrauen haben bereits ein hohes Alter erreicht und bedürfen selbst der Betreuung.

Einige der Ordensfrauen haben bereits ein hohes Alter erreicht und bedürfen selbst der Betreuung.

Außerdem leiten die Schwestern seit 1991 eine Grundschule in Ruzomberok. Dort werden besonders benachteiligte Kinder aus schwierigen Verhältnissen unterrichtet. Darunter sind auch viele, die besonderer pädagogischer Förderung bedürfen. Zurzeit besuchen 355 Kinder die Schule des heiligen Vinzent.

Im Dezember 2005 haben die Ordensfrauen in Trenčin zudem ein Hospiz gegründet. Gemeinsam mit Laien betreuen die Schwestern, die ausgebildete Ärztinnen und Krankenschwestern sind, hier schwerstkranke und sterbende Menschen. Liebevoll begleiten sie auch die Verwandten der Patienten bei ihrem schweren Abschied von Familienangehörigen und Freunden.

Aber auch unter den Ordensfrauen gibt es mittlerweile viele, die bereits ein hohes Alter erreicht haben und selbst der Betreuung bedürfen. Die Klostergebäude, in denen sie leben, sind jedoch nicht behindertengerecht und nicht dafür ausgestattet, dass ältere, behinderte und gebrechliche Schwestern dort gepflegt werden können.

Der Orden plant daher, ein Haus im Ruzomberok für die Bedürfnisse pflegebedürftiger Schwestern umzubauen. Wir haben 20.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

12.Apr 2010 16:14 · aktualisiert: 28.Jul 2015 11:33
KIN / S. Stein