BRASILIEN

Ausbildungsbeihilfe für Seminaristen

Moysés Louro de Azevedo Filho, der Gründer von Shalom.

Moysés Louro de Azevedo Filho, der Gründer von Shalom.

Wie die Jünger zur Zeit Jesu waren sie zu zwölft, als sie 1982 ihre Gemeinschaft in einer Snackbar in Fortaleza gründeten. Die Rede ist von der “Comunidade Católica Shalom”, die aus der charismatischen Erneuerungsbewegung entsprang. Heute ist sie als privater Verein päpstlichen Rechts anerkannt.

Die über 3100 Mitglieder der verschiedenen Stände engagieren sich mit apostolischen Aktivitäten in der Neu-Evangelisierung. Sie arbeiten mit Obdachlosen und Straßenkindern und besuchen kranke und einsame Menschen.

“Wir versuchen Jugendlichen und Erwachsenen in den Städten zu helfen, die mit Drogen, Alkohol, einer ausschweifenden Sexualität oder auffälligem Verhalten kämpfen. Wir möchten sie darin unterstützen, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren”, schreibt der Gründer der Gemeinschaft, Moysés Louro de Azevedo Filho.

Bereits in über 35 Diözesen ist die “Comunidade Católica Shalom” vertreten. “Die Gemeinschaft stellt sich den verschiedenen Diözesen zur Verfügung und ist außerdem sozial-karitativ engagiert. Ihre Mission heißt: “Diejenigen aufsuchen, die der Kirche Jesu Christi fern stehen.” Besonders junge Menschen liegen der Gemeinschaft am Herzen. Für sie ist die Snackbar in Fortaleza ein Anziehungspunkt. Um sie mit ihren Kommunikationsmitteln anzusprechen, nutzt Católico Shalom neue Medien.

Die Gemeinschaft ist nicht nur in Brasilien präsent. Auch in Nordamerika, Afrika, Israel und Europa leben Mitglieder, darunter neun Priester. Zurzeit bereiten sich zahlreiche weitere Kandidaten auf das Priesteramt vor. Die Gemeinschaft kann jedoch nicht selbst für die 30 Seminaristen aufkommen, deshalb bittet de Azevedo Filho unser Hilfswerk um Studienbeihilfe.

Seminaristen der Gemeinschaft Shalom.

Seminaristen der Gemeinschaft Shalom.

Das Geld kommt jungen Männern wie Rodrigo dos Santos zugute. Er ist einer von 22 Seminaristen, die Philosophie studieren und befindet sich nun im zweiten Jahr. Die anderen acht Seminaristen studieren Theologie, wie Eudes Samperi, der nun das zweite Jahr antritt. Alle Priesteramtskandidaten werden in Fortaleza ausgebildet.

Hier in der Hauptstadt des Bundeslandes Ceará im Nordosten von Brasilien, ist der Kontrast zwischen Arm und Reich besonders groß. Ein Drittel der 2,5 Millionen Einwohnern lebt in Armenvierteln. Viele junge Menschen bieten sich als Prostituierte an. Zudem breiten sich in der Region Sektengemeinschaften aus.

Unschätzbare Hilfe für die Seelsorge

Umso wertvoller ist es, dass eine Gemeinschaft wie “Católica Shalom” sich derer annimmt, die am Rande der Gesellschaft stehen. Gut ausgebildete Priester sind dabei eine unschätzbare Hilfe für die Seelsorge und Pastoralarbeit in den Diözesen in Fortaleza. Das Engagement der Priester der Gemeinschaft “Católica Shalom” stärkt die einzelnen Diözesen in ihrer Pastoralarbeit.

Damit dies weiterhin so bleibt, möchten wie die Ausbildung von Seminaristen wie Rodrigo dos Santos und Eudes Samperi mit 14.500 Euro unterstützen.

Hier können Sie direkt online spenden.

20.Mai 2010 15:53 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:11
KIN / S. Stein