TANSANIA

Ausbildungshilfe für Seminaristen

Karmeliterbruder dirigiert einen Chor bei einem Firmgottesdienst.

Karmeliterbruder dirigiert einen Chor bei einem Firmgottesdienst.

Bis in die jüngere Geschichte gingen vor allem Missionare aus Europa in alle Welt, um den Menschen die Frohe Botschaft Jesu Christi zu bringen. Heute verkünden bereits Priester aus den ehemaligen Missionsländern überall auf dem Globus das Evangelium.

So leisten indische Karmelitenpatres mittlerweile an vielen Orten der Welt ihren Dienst an Gott und den Menschen. Sie gehen dorthin, wo sie gebraucht werden – darunter ist auch Europa.

So sind beispielsweise zwei indische Karmeliter am Heiligtum des Prager Jesuskindes in der Hauptstadt der Tschechischen Republik tätig, weil es in diesem Land nach den langen Jahrzehnten des Atheismus noch immer an Berufungen mangelt.

Aber auch in Afrika sind indische Patres aktiv. Die indische Ordensprovinz von Karnaka-Goa hat bereits im Jahr 1983 Karmelitenpatres nach Tansania geschickt. Ihr Ziel ist es, das geistliche und kontemplative Leben durch Evangelisierung dort zu fördern, wo es am Notwendigsten ist, vor allem in den Dörfern.

Die Patres wollen das Evangelium unter den Anhängern traditioneller afrikanischer Religionen, die meist für das Christentum offen sind, verkünden. Sie möchten dort, wo die meisten Menschen Muslime sind, durch ihr Leben Zeugnis für Christus ablegen.

Neben ihrem pastoralen Engagement leiten sie auch Schulen in Tansania. Heute sind in dem ostafrikanischen Land 23 Patres des Ordens tätig: Zwanzig davon sind Inder, drei sind Afrikaner. Aber die einheimischen Berufungen nehmen langsam zu, und der Orden hofft, dass er eines Tages in Tansania nicht mehr auf indische Priester zurückgreifen muss.

Karmeliterbrüder beim Ablegen ihrer Gelübde.

Karmeliterbrüder beim Ablegen ihrer Gelübde.

Zurzeit bereiten sich 17 junge Männer auf ihren priesterlichen Dienst im Karmeliterorden vor. Sie stammen teils aus Indien, teils aus Tansania, und drei von ihnen kommen aus dem Nachbarland Malawi.

Pater Raymond Santhanaz, der Regionalobere der Karmeliten in Tansania schreibt uns: “Obwohl es nicht leicht ist, eine ausreichende Anzahl an Berufungen zu bekommen, war Gott so gnädig, uns diejenigen zu geben, die sich zur Zeit in der Ausbildung befinden und von denen wir hoffen, dass sie die Zukunft des Karmelitenordens hier in Tansania sein werden.”

Die angehenden Priester sind bereits stark in die Seelsorge eingebunden. Während sie in der Woche studieren, besuchen sie an den Wochenenden Kranke, erteilen Katechismusunterricht, helfen in den umliegenden Pfarreien aus, werden in der Jugendarbeit und in der Ausbildung von Katecheten eingesetzt und lernen die pastorale Arbeit in den Gemeinden somit aus eigener Anschauung kennen.

Seminaristen arbeiten dort, wo die Kirche lebt

Ihre Ausbildung bleibt damit nicht nur theoretisch, sondern von Anfang an sind die jungen Seminaristen dort, wo die Kirche lebt: bei den Gläubigen, deren Hirten sie eines Tages sein wollen.

Pater Raymond bittet uns um Hilfe für die Ausbildung der zukünftigen Priester und schreibt uns: “Seitdem wir 1983 nach Tansania kamen, ist Ihre Organisation uns in vielerlei Weise zur Seite gestanden. Durch Ihre Unterstützung und Ihre Ermutigung sind wir in der Lage, noch immer voranzuschreiten, obwohl das Leben immer schwieriger wird.”

Wir haben 6.000 Euro versprochen, damit dem Karmelitenorden in Tansania keine Berufung aufgrund von Geldmangel verloren geht.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Ausbildung · Indien · Karmeliter · Missionare · Orden · Priester · Tansania
20.Mai 2010 15:54 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:09
KIN / S. Stein