PAPUA-NEUGUINEA

Renovierung eines Tagungs- und Gästehauses

Bei einem “Komm-und-sieh-Workshop” der Schwestern.

Bei einem “Komm-und-sieh-Workshop” der Schwestern.

Angesichts seiner enormen ethnischen und kulturellen Vielfalt ist Papua-Neuguinea eines der interessantesten Länder auf der Erde. Die fünf Millionen Einwohner, von denen die meisten bis heute in großer Armut leben, gehören zu über 700 verschiedenen ethnischen Gruppen – jede mit ihrer eigenen sprachlichen und kulturellen Identität.

Die unterschiedlichen Grade der Zivilisation reichen “von der Steinzeit bis zum Computerzeitalter”, wie der Erzbischof von Rabaul, Karl Hesse MSC, es bei einem Besuch bei KIRCHE IN NOT formulierte.

Heute, etwas mehr als ein Jahrhundert nach der Ankunft der ersten Missionare, bekennen sich die meisten Menschen zum Christentum, davon sind jeweils die Hälfte ist katholisch und protestantisch.

Um die Lebensverhältnisse in Papua-Neuguinea zu verbessern, ist Bildung notwendig, ein Anliegen, um das sich unter anderem die Sankt-Therese-Schwestern kümmern. In Madang unterhalten sie ein Gästehaus, das nicht nur für den Orden von Bedeutung ist. Zahlreiche Gruppen und Initiativen nutzen das Gebäude für verschiedene Bildungsangebote: Kindergärtnerinnen, Grundschullehrerinnen und Lehrer sowie Pastoralreferenten.

Zudem werden so genannte “Komm-und-sieh-Kurse” angeboten, Einführungen in den katholischen Glauben für junge Frauen und Männer. Daneben gibt es Schulungen darüber, wie Minikredite funktionieren sowie Anleitungen zu einer vernünftigen Finanz- und Haushaltsplanung.

Finanzielle Möglichkeiten des Ordens sind begrenzt

Nach Angaben der Sankt-Therese-Schwestern will die “National Asian Micro Banking Group” das Gebäude künftig ebenfalls nutzen, um der Landbevölkerung Basiswissen zu Anbau und Bevorratung, Backen und Kochen sowie Nähen zu vermitteln. Entsprechende Kurse werden von den Schwestern vorbereitet und gehalten.

Die finanziellen Möglichkeiten des Ordens sind allerdings begrenzt. Die vorhandenen Mittel dienen vor allem dem Unterhalt der Gemeinschaft sowie der Fortbildung der jungen Ordensfrauen. Bei größeren Investitionen sind die Sankt-Therese-Schwestern auf Unterstützung angewiesen.

Dazu gehört die Erneuerung und Erweiterung des bestehenden Tagungs- und Gästehauses. Die Schwestern planen neben dem schon bestehenden Speisesaal, der Küche und Vorratskammer ein weiteres Gebäude. Da bei Veranstaltungen mit dreißig bis vierzig Personen die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, ist der Bau eines zusätzlichen Schlafraums geplant.

Arbeiten haben bereits begonnen

Zurzeit werden Gäste draußen verköstigt; während der Regenzeit müssen sie auf eine Veranda ausweichen, da im Haus der Platz fehlt. Das neue Gebäude ist für junge Mädchen gedacht, die während ihres Schulbesuchs ein bis zwei Jahre von den Schwestern betreut werden. Sie helfen im Konvent bei der Haushaltsführung aus und wohnen im Gästehaus.

Der Erzbischof von Madang, William Kurtz, unterstützt das Bauvorhaben. Die Arbeiten haben inzwischen begonnen. Wir haben eine Finanzhilfe in Höhe von 11.500 Euro zugesagt und hoffen, dass sich genug Spenderinnen und Spender finden werden, die dieses wertvolle Projekt unterstützen.

Hier können Sie direkt online spenden.

14.Jun 2010 13:55 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:06
KIN / S. Stein