KASACHSTAN

Renovierung eines Hauses von Ordensschwestern in der Stadt Karaganda

Ordensschwester mit Kindern in ukrainischer Tracht.

Ordensschwester mit Kindern in ukrainischer Tracht.

Kasachstan ist flächenmäßig der neuntgrößte Staat der Erde. Allerdings leben hier nur sechzehn Millionen Menschen. 47 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam, 46 Prozent sind Christen verschiedener Konfessionen, vor allem Orthodoxe (44 Prozent).

Nur knapp 200 000 Katholiken leben in Kasachstan. Sie sind vor allem Nachkommen nach Zentralasien deportierter Osteuropäer wie Polen, Ukrainer oder andere. Denn zu Zeiten der Sowjetunion gab es rund um die Stadt Karaganda mehrere Straflager.

Als “größte Provinzhauptstadt des Archipels Gulag” bezeichnete der russische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn die Stadt. Er war selbst in einem von ihnen eine zeitlang inhaftiert. Heute leben in Karaganda rund eine halbe Million Menschen, darunter viele Ukrainischstämmige.

Die Schwestern der ukrainischen Kongregation “Dienerinnen der Unbefleckten Jungfrau Maria” sind seit zehn Jahren hier tätig. Ihre Arbeit ist wichtig, denn die Diözese Karaganda erstreckt sich über ein Gebiet, das doppelt so groß wie Deutschland ist. Nur zehn Priester in 17 Pfarreien betreuen die 30 000 Katholiken.

Drei Schwestern sind in Karaganda in der Seelsorge tätig: Sie bereiten Kinder und Erwachsene auf den Empfang der Sakramente vor, erteilen Katechese, besuchen alte und kranke Menschen, beten mit ihnen, leiten Kindergruppen, führen Besinnungstage durch.

In diesem Haus leben die Schwestern. Vor allem das Dach muss repariert werden.

In diesem Haus leben die Schwestern. Vor allem das Dach muss repariert werden.

Im Juni 2010 haben sie das Jubiläum ihres zehnjährigen Dienstes in Kasachstan gefeiert. Aus diesem Anlass hatten sie uns geschrieben: “Wir möchten Ihnen allen innig für alle Ihre Bemühungen danken, die dazu beitragen, unseren Aufenthalt hier leichter zu machen und den Menschen besser zu dienen.

Wir danken für die finanzielle Unterstützung, dank derer wir hier alle diese Jahre lang unsere Zeit unseren Nächsten widmen konnten. Alle diese Jahre haben wir Gott um Segen für Sie und alle Wohltäter gebeten. Besonders jetzt an diesem Jubiläumstag danken wir Gott für Sie.”

Unsere Wohltäter haben den Ordensfrauen schon mehrfach geholfen, in Kasachstan Gott und den Menschen zu dienen. Nun brauchen die drei Schwestern noch einmal unsere Hilfe. Sie tun zwar außerordentlich viel für andere, aber das Haus, in dem sie leben, ist in einem schlechten Zustand. Vor allem das Dach bereitet Probleme, denn es lässt Wind und Regen durch.

Die Schwestern bitten uns um Unterstützung. Wir wollen ihnen helfen, damit das Dach fertig ist, bevor der Winter kommt, und haben ihnen 7.800 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

5.Aug 2010 11:32 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:01
KIN / S. Stein