MADAGASKAR

Hilfe beim Bau eines Gästehauses

Einige Karmelitinnen im Kloster Amborovy.

Einige Karmelitinnen im Kloster Amborovy.

Das Karmelitinnenkloster in Amborovy im Norden Madagaskars ist mit Berufungen gesegnet: Obwohl es erst 1994 gegründet wurde, gehören ihm bereits 22 Schwestern an. Weitere junge Frauen bereiten sich auf den Eintritt in das Kloster vor.

Von dem Kloster gehen für die Kirche vor Ort wertvolle Impulse aus, denn beispielsweise haben die Schwestern im von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Priesterjahr Gläubige in den Pfarreien ihrer Diözese mobilisiert, um sich an einer Gebetskette für die Priester zu beteiligen.

Vor allem die Verbreitung der eucharistischen Anbetung war dabei bedeutsam. Immer mehr Menschen haben sich den Schwestern im Gebet für die Heiligung der Priester angeschlossen.

Aber so sehr das geistliche Leben der Klostergemeinschaft blüht, so schwer ist es in Madagaskar, einem der ärmsten Länder der Welt, das Überleben zu sichern. Die Ordensfrauen haben Vieles versucht, um ihren Lebensunterhalt in Eigenarbeit zu verdienen.

Die Umstände sind jedoch ungünstig. Zwar bauen sie Maniok, Bananen und andere Früchte an, aber die Trockenheit führt dazu, dass man die Pflanzen mindestens dreimal täglich bewässern muss, was aufgrund des Wassermangels ein ernstes Problem darstellt. Wenn es regnet, gibt es auch oft verheerende Wirbelstürmen, die schwere Verwüstungen anrichten.

Außerdem hatten die Karmelitinnen eine Hühnerzucht aufgebaut. Aber 1997 führte die Vogelgrippe dazu, dass alle 500 Hühner getötet werden mussten. Die Tierärzte verboten den Ordensfrauen, innerhalb von zwei Jahren wieder Hühner zu halten, um den Virus in und um den Hühnerstall herum absterben zu lassen.

Mit dem Bau des Gästehauses konnte bereits begonnen werden.

Mit dem Bau des Gästehauses konnte bereits begonnen werden.

Seitdem versuchen sie, durch das Backen von Hostien etwas für ihre Lebensunterhalt beizutragen, aber in einer Diözese, in der nur acht Prozent der Bevölkerung katholisch sind, ist auch damit kaum etwas zu verdienen. Dies gilt ebenfalls für die liturgischen Gewänder, die sie besticken und für die es nur wenige Abnehmer gibt.

Zwar besticken die Ordensfrauen Servietten und Tischsets, jedoch breitet sich auch in Madagaskar immer mehr der Gebrauch der bequemen Papierservietten aus, so dass die Bestellungen zurückgehen.

Die Schwestern schreiben uns: “Nach langem Gebet und Nachdenken haben wir beschlossen, unseren Plan zu verwirklichen, ein Gästehaus zu bauen, von dem viele Menschen zugunsten ihres Seelenheiles profitieren können und das uns zugleich etwas für unseren Lebensunterhalt verdienen lässt, damit wir unserer kontemplativen Berufung auch weiterhin folgen können.”

Großes Interesse an Einkehrtagen

Die Schwestern möchten sich damit nicht nur eine Einkommensquelle erschließen, sondern sie erhoffen sich auch einen geistlichen Nutzen für die Menschen in Madagaskar. Sie glauben, dass dies ein “schönes Zeugnis in unserer Region sein wird, wo die meisten Menschen Gott noch nicht kennen und traditionellen Kulten anhängen”.

Insbesondere seitdem die Reliquien der heiligen Thérèse vom Kinde Jesu 2004 auf ihrem Weg durch mehrere Länder auch in Madagaskar Station machten, ist das Interesse an Einkehrtagen in der Stille des Karmelitinnenklosters gestiegen. Zahlreiche Anfragen sowohl von Gruppen als auch von Einzelpersonen erreichen den Karmel. Bislang haben die Schwestern aber noch keine Möglichkeit, Gäste unterzubringen.

Daher bitten sie uns um Hilfe für den Bau eines Gästehauses. Damit ihr Kloster für viele eine geistliche Oase werden kann, haben wir den Schwestern 20.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

5.Aug 2010 11:32 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:01
KIN / S. Stein