MONTENEGRO

Technik für die Diözesandruckerei

Zef Gashi, Erzbischof von Bar in Montenegro.

Zef Gashi, Erzbischof von Bar in Montenegro.

Die Erzdiözese Bar schaut auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurde im 9. Jahrhundert errichtet und 1089 zur Erzdiözese erhoben. Sie erstreckt sich über fast das gesamte Gebiet der Republik Montenegro, die seit 2006 unabhängig ist.

Von den 650 000 Einwohnern des Landes, das früher ein Teil Jugoslawiens war, sind etwas mehr als drei Prozent katholisch. Davon sind die meisten entweder kroatisch- oder albanischstämmig. Drei Viertel der Bevölkerung gehört der Serbisch-orthodoxen Kirche an, etwa 15 Prozent sind Muslime.

In der Erzdiözese Bar leben etwa 12 000 Katholiken an. Erzbischof Zef Gashi ist es ein besonderes Bedürfnis, die pastorale Arbeit zu verbessern und den Gläubigen dabei zu helfen, ihren Glauben zu vertiefen. Dafür sollen Lehrbücher für den Religionsunterricht, religiöse Literatur, Broschüren, Kalender, Postkarten, Heiligenbildchen und katholische Zeitschriften gedruckt werden, denn all dieses Material ist wichtig, um dem Glauben Nahrung zu geben.

Die Erzdiözese verfügt zwar über eine kleine Druckerei, hier wird jedoch noch im herkömmlichen Offsetverfahren gedruckt. Das ist teuer – vor allem bei kleinen Auflagen. Der Druck von zwei kirchlichen Zeitschriften musste bereits bis auf weiteres eingestellt werden, und auch das Nachrichtenblatt der Erzdiözese kann nicht mehr erscheinen. Manche anderen Vorhaben konnten noch gar nicht in die Tat umgesetzt werden, weil es zu teuer ist.

Publikationen in drei Sprachen

Erschwerend kommt hinzu, dass in Montenegro mehrere Sprachen gesprochen werden und so die Publikationen in Albanisch, Kroatisch und teilweise auch auf Serbisch gedruckt werden müssen. Diese Tatsache erfordert, dass die Druckformen jeweils neu, aber immer nur für eine relativ geringe Auflage erstellt werden müssen, was zu extrem hohen Kosten führt.

Es wäre wesentlich günstiger, auf digitalen Druck umzusteigen, da dabei direkt vom Computer gedruckt werden kann und die Zahl der erstellten Exemplare keinen wesentlichen Einfluss auf die Kosten hat. Zudem ist trotz der niedrigeren Kosten die Druckqualität besser.

Da religiöse Schriften wichtig sind, um den Glauben zu stärken, haben wir Erzbischof Geshi 20.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

21.Sep 2010 14:05 · aktualisiert: 12.Mai 2016 10:19
KIN / S. Stein