PHILIPPINEN

Fertigstellung eines Kapellenbaus

Eingang der Kapelle in dem Dorf Cawayan.

Eingang der Kapelle in dem Dorf Cawayan.

Pfarrer Melvin M. Fetizanan ist erst seit wenigen Monaten in der Pfarrei “Unserer Lieben Frau vom Berg Karmel” in der Stadt Carmen im Nordosten der Insel Tablas.

Die meisten Gläubigen leben hier vom Fischfang. In den Monaten, in denen es zu Taifunen kommt, ist dies jedoch zu gefährlich, daher bebauen sie während dieser Zeit ein kleines Stück Land, um sich und ihre Familien zu ernähren.

So arm sie in materieller Hinsicht sind, so reich sind sie im Glauben, berichtet uns der Pfarrer. Er schreibt uns: “Während der Sonntagsmessen sind die Pfarrkirche und die Kapellen in den Dörfern überfüllt mit Gläubigen, die nach dem Wort Gottes und der Eucharistie hungern.”

Die Pfarrei wurde 1993 gegründet. Sie gehörte ursprünglich zum Missionsgebiet der Gemeinde St. Augustin. Es war schwer für die junge Pfarrei, wirtschaftlich auf die Beine zu kommen. Denn die Menschen sind zu arm, um Geld zu spenden. Sie teilen zwar gerne, was sie haben, aber was sie geben können, sind oft nur ein paar Nahrungsmittel oder etwas von ihrer Arbeitskraft.

Engagierte, unermüdlich tätige Priester haben jedoch diesen Schwierigkeiten standgehalten und mit der Hilfe der Gläubigen die Seelsorge und Entwicklungshilfeprogramme aufgebaut. Die Kirche hilft der Bevölkerung hier also in geistlicher und sozialer Hinsicht. Außerdem steht die Bewahrung der Schöpfung im Zentrum der Arbeit, denn das Überleben der Menschen, die von der Natur abhängig sind, ist nur dann gesichert, wenn sie ihre Umwelt achten, schonen und bewahren.

Der Pfarrei gehören vier Ortschaften an. Sieben Kapellen gibt es dort, die alle von dem Pfarrer betreut werden. Drei davon sind noch nicht fertig gebaut, und auch hier gibt es noch viel zu tun. Vor allem liegt Pfarrer Fetizanan jedoch der bereits begonnene Kapellenbau in dem Dorf Cawayan am Herzen.

Innenansicht der Kapelle, die nun fertig gestellt werden soll.

Innenansicht der Kapelle, die nun fertig gestellt werden soll.

Es handelt sich dabei um das am schwersten erreichbare Dorf. In der Regenzeit wird der Weg so schlammig, dass man die Kapelle, die sich auf dem Gipfel des Berges befindet, mit dem Mofa nicht erreichen kann. Der andere Weg führt über das Meer, aber in der Regenzeit ist die See rau und das Wetter stürmisch, so dass es gefährlich ist, mit einem kleinen Motorboot unterwegs zu sein. So ist in der Regenzeit die einzige Möglichkeit, zu der Kapelle zu gelangen, ein Fußmarsch von fünf Kilometern den Berg hinauf.

Um ihr kleines Gotteshaus bauen zu können, haben die Menschen die Baumaterialien wie Sand, Zement und Stahlträger oft zu Fuß hinaufgetragen. Der Priester meint dazu: “Die Opfer, die die Menschen gebracht haben, zeigen, wie sehr sie sich danach sehnen, dass ihre Kapelle fertiggestellt wird.”

Nun fehlt es der Pfarrei aber an Geld, um den Bau zu beenden. Daher hat uns der Pfarrer um Hilfe gebeten. Wir haben ihm und seinen Gläubigen 4.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Bauhilfe · Kapelle · Philippinen · Tablas
21.Sep 2010 14:05 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:57
KIN / S. Stein