INDONESIEN

Weiterbildung für Dominikanerinnen und Angestellte eines Krankenhauses

Eine Dominikanerschwester kümmert sich um eine Patientin.

Eine Dominikanerschwester kümmert sich um eine Patientin.

Indonesien ist mit fast 240 Millionen Einwohnern der größte Inselstaat der Welt. Katholiken bilden eine Minderheit von drei Prozent an der Gesamtbevölkerung, knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

Obwohl der Anteil der Katholiken so gering ist, sind es jedoch immerhin mehr als sieben Millionen katholische Gläubige, die in Indonesien leben, und es gibt im ganzen Land 37 katholische Diözesen.

Die Insel Java, auf der auch die Hauptstadt Jakarta liegt, leben über 130 Millionen Einwohnern. In drei Diözesen der Insel hilft die von Dominikanerinnen geleitete “St. Dominic de Guzman Health Foundation” kranken Menschen.

In einem Krankenhaus, einer Geburtsklinik und drei kleinen Kliniken pflegen Ordensfrauen und Laien mit  Patienten, ohne auf deren Religionszugehörigkeit zu achten. Denn im Mittelpunkt steht für sie, Menschen in Not zu helfen. Die Einrichtungen stehen daher auch nicht in den großen Städten, sondern dort, wo es wenig Angebote für die Bevölkerung gibt.

So steht beispielweise das von den Dominikanerinnen geleitete St.-Elisabeth-Krankenhaus in der Diözese Purwokerto. Von über 18 Millionen Einwohnern sind hier nur etwas mehr als 72 000 katholisch. Schwester Antonella Eny Suharyanti berichtet uns, dass auch Muslime die Dienste des Krankenhauses gern in Anspruch nehmen.

Da die Einrichtungen der “St. Dominic de Guzman Health Foundation” nicht profit-orientiert arbeiten, sondern die Nächstenliebe im Mittelpunkt steht, ist es schwer für die Schwestern aus dem Dominikanerorden, sich finanziell über Wasser zu halten. Denn die Patienten sind in der Regel arm oder stammen aus der unteren Mittelschicht.

In der Krankenhausküche.

In der Krankenhausküche.

Aber die Dominikanerinnen wollen nicht nur den Klinikbetrieb aufrecht erhalten, sondern es soll auch die Weiterbildung der Ordensfrauen, Krankenschwestern und Ärzte nicht zu kurz kommen – nicht nur in fachlicher, sondern vor allem auch in geistlicher Hinsicht, denn der christliche Geist ist es, der das Besondere der Einrichtungen ausmacht.

Medizinische Ethik, moralische Fragen, eine Vertiefung des geistlichen Fundamentes der Arbeit der Schwestern und des Personals, eine Stärkung der Motivation der Angestellten, die ebenfalls im Geiste christlicher Nächstenliebe arbeiten – alles das ist wichtig, um die Arbeit in dem Krankenhaus zu verbessern.

Daher haben uns die Dominikanerinnen um Hilfe für die Weiterbildung von fünfzehn Ordensfrauen und 155 Angestellten gebeten. Es sollen verschiedene Workshops und Seminare stattfinden. Wir haben 13.000 Euro zugesagt.

Hier können Sie direkt online spenden.

13.Okt 2010 15:04 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:55
KIN / S. Stein