SAMBIA

Blechdächer für fünf Kapellen

Vertreter der Pfarrei St. Mary vor einer Kapelle.

Vertreter der Pfarrei St. Mary vor einer Kapelle.

Die Bevölkerung der Diözese Mansa im Norden Sambias wächst an – vor allem, weil viele Arbeiter, die früher in den Kupferminen des “Kupfergürtels” gearbeitet haben, ihre Arbeit im Zuge des geringer werdenden Kupferabbaus verlieren und wieder in die Gebiete, aus denen sie stammen, zurückkehren.

In der Diözese leben etwas mehr als eine Million Einwohner, von denen knapp die Hälfte katholisch ist. Auf einer Fläche von 51 000 Quadratkilometern, etwas größer als Niedersachsen,  gibt es nur sechzehn Pfarreien, in denen 44 Diözesanpriester tätig sind.

Eine der Pfarreien ist die Gemeinde St. Mary, die 240 Kilometer vom Sitz der Diözese entfernt gelegen ist. Sie wurde 1956 von Afrikamissionaren (auch bekannt als “Weiße Väter”) gegründet. Ihr gehören 30 000 Katholiken an, davon mehr als zwei Drittel Kinder und Jugendliche. Drei Priester sind dort tätig, dazu drei hauptamtliche Katecheten, zwei Ordensfrauen, 30 sogenannte “Gebetsleiter”, also Laien, die mit den Gläubigen beten, wenn aufgrund der großen Entfernungen in einem Dorf gerade kein Priester verfügbar ist, und 28 ehrenamtliche Katecheten.

Die Menschen sind arm, denn es gibt kaum Arbeit, die meisten Einwohner leben nur von dem wenigen, was ihre kleinen Felder hergeben. Außer der Seelsorge leistet die Kirche hier auch einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Menschen in die Lage versetzt werden, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, und nicht nur Empfänger von Gaben zu sein.

Pfarrer Lungo Protazio Mpundu schreibt uns: “Die Menschen schauen auf die Kirche und die Priester als Quelle ihrer Hoffnung.” Und er berichtet: “Obwohl die Menschen materiell gesehen arm sind, hat die Pfarrei St. Mary demütige und hingebungsvolle Christen, die der pastoralen, geistlichen, moralischen und psychologischen Fürsorge durch ihre Hirten bedürfen. Zudem sind das Wort Gottes, die Sakramente und die Werte des Evangeliums ein Trost für eine große Anzahl von Laien, die von extremer Armut und Not und von HIV/AIDS heimgesucht werden.”

Angehörige der Gemeinde mit Pfarrer Lungo Protazio Mpundu vor einer der Kapellen, die ein neues Dach brauchen.

Angehörige der Gemeinde mit Pfarrer Lungo Protazio Mpundu vor einer der Kapellen, die ein neues Dach brauchen.

Da die Pfarrei sich über ein weites Gebiet erstreckt und für Gläubige, die in den abgelegenen Dörfern leben, die Pfarrkirche zu weit entfernt ist, hat sie 32 Außenstationen mit Kapellen beziehungsweise so genannten Gebetszentren, darunter ein Flüchtlingslager, das 80 Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt liegt. Die Priester besuchen die Dörfer regelmäßig, feiern dort die Heilige Messe, spenden die Sakramente und predigen das Wort Gottes.

In den Kapellen und Gebetszentren wird die Heilige Messe gefeiert, wenn kein Priester verfügbar ist; hier finden Andachten statt und die Katechese wird hier abgehalten. Oft dienen die bescheidenen Räume unter der Woche auch als Schulen, denn es handelt sich um ein typisch ländliches Gebiet, in dem es vielerorts keine Schulen gibt.

In der Regenzeit sickert Wasser durch

Nun bereiten fünf der Gebetsräume dem Pfarrer jedoch Sorgen, denn sie sind mit Gras gedeckt, und so sickert in der Regenzeit soviel Wasser hindurch, dass die Gebäude sogar schon zusammengebrochen sind. Jedes Jahr müssen die Dächer neu gedeckt werden, und dies bereitet große Mühe und hindert die Gläubigen daran, sich dort zum Gebet zu versammeln.

Es wäre eine große Hilfe, wenn die Kapellen mit Blechplatten gedeckt werden könnten, aber das Geld dafür können die Menschen nicht aufbringen. Wir haben Pfarrer Mpundu und seinen Gläubigen 5.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Armut · Bauhilfe · Evangelisierung · Mansa · Sambia
13.Okt 2010 15:05 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:55
KIN / S. Stein