PERU

Lehrmaterial für die Ausbildung von Katecheten

Indigene Frauen mit Kindern in Peru.

Indigene Frauen mit Kindern in Peru.

Sie gehen dorthin, wohin nur selten ein Priester kommt. In den entlegendsten, ärmsten und schwierigsten Gebiete teilen die Ordensfrauen in den blauen Gewändern die Armut und Verlassenheit der Menschen und schenken ihnen Hoffnung.

Bereits 500 Schwestern von “Jesus Wort und Opfer”, einer 1961 in Peru gegründeten Ordensgemeinschaft, die in fünf Ländern Lateinamerikas tätig ist, sind für Menschen, die nicht nur unter schwierigsten Bedingungen leben, sondern oft auch auf den Trost der Kirche verzichten müssen, zu sichtbaren Engeln geworden.

Über holprige Straßen legen sie weite Strecken mit dem Fahrrad, auf dem Rücken eines Esels oder Pferdes oder mit primitiven Karren zurück oder gehen stundenlang zu Fuß. In einigen Gebieten kommen sie sogar nur mit dem Boot voran.

Sie bringen den Menschen nicht nur Hilfe in den Sorgen und Nöten ihres Alltags, sondern sie beten mit ihnen, trösten Kranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg, dürfen ihnen die Heilige Kommunion reichen, taufen Kinder, leiten Begräbnisse und Wortgottesdienste und erteilen katechetischen Unterricht.

Ihr unermüdlicher Dienst unter schwierigsten Bedingungen speist sich aus ihrem kontemplativen Gebetsleben. Sie strahlen große Freude und tiefes Glück aus, obwohl sie die Armut der Ärmsten teilen und ihre Not mittragen. Ihr Leben opfern sie auf für Priesterberufungen und für die Gläubigen, die der Gegenwart eines Priesters entbehren müssen.

Schwestern der Kongregation “Jesus Wort und Opfer” mit Kindern.

Schwestern der Kongregation “Jesus Wort und Opfer” mit Kindern.

Seit Oktober 2009 sind sechs Schwestern von in der Diözese Chiclayo im Nordwesten Perus tätig. Sie haben sich auf 2800 Metern Höhe in den Anden in Uyurpampa niedergelassen. Sie betreuen fast 15 000 Menschen in 72 Dörfern, die bis zu 4800 Meter hoch im Gebirge gelegen sind. Die Menschen sind sehr arm, haben aber zumeist viele Kinder, die sie ernähren müssen. Sie bebauen mit primitiven Werkzeugen ein Stückchen Land und halten ein bisschen Vieh.

Die Schwestern tun sehr viel für die Menschen. Daher ist es wichtig, aus den Dörfern stammende Katecheten auszubilden, die immer bei den Menschen sind, auch wenn die Schwestern an einem Ort gerade nicht sein können.

Beim Gebet mit Indigenen.

Beim Gebet mit Indigenen.

Die Ausbildung findet in Uyurpampa statt, wo der Sitz der Pfarrei ist, und dauert drei Wochen. Die meisten zukünftigen Katecheten müssen weite Wege zurücklegen, um an den Ort ihrer Ausbildung zu gelangen, aber sie sind motiviert, den Schwestern bei ihrer schweren Arbeit zu helfen und den Menschen in ihren Dörfern zu dienen.

Die Oberin, Mutter Maria Priscilla, hat uns um Hilfe für das Unterrichtsmaterial gebeten. Gebraucht werden Bibeln, Katechismen, Gebetbücher und andere Lehrbücher, damit die Katecheten sich gründlich auf ihren Dienst vorbereiten und ihn in Treue zum Evangelium und zur Lehre der Kirche ausüben können. Wir haben 1800 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

15.Nov 2010 16:57 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:53
KIN / S. Stein