LETTLAND

Renovierung der Pfarrkirche in Rubeni

Pfarrkirche in Rubeni.

Pfarrkirche in Rubeni.

Lettland liegt an der Ostsee in der Mitte zwischen Estland und Litauen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die drei baltischen Staaten unabhängig vom damaligen Russischen Reich. Sie wurden aber 1940 von der Sowjetunion annektiert und erlangten erst 1991 ihre Unabhängigkeit zurück.

In Lettland machen Lutheraner 55 Prozent der Bevölkerung aus, ein Viertel der Menschen ist katholisch. Obwohl in Lettland ein starker Priestermangel herrscht, erstarkt das Leben der katholischen Kirche seit der politischen Wende immer mehr.

Ein schönes Beispiel dafür ist die katholische Pfarrgemeinde von Rubeni im Zentrum Lettlands, die im vergangenen Jahr ihr 250. Jubiläum begehen durfte. In der langen Zeit ihres Bestehens hat die Pfarrei sowohl Krisen als auch Zeiten der Erneuerung erlebt, schreibt uns Pfarrer Zaksis. Die Schrecken der beiden Weltkriege und die Oktoberrevolution haben zwar “Volk, Glaube, Traditionen und kulturelle Werte zerstört” und die sowjetische Herrschaft hat das Leben der Gemeinde lange Zeit behindert, es aber nicht ausgelöscht.

Nach den zwei Jahrzehnten, die seit der politischen Wende vergangen sind, haben die Menschen wieder “echtes Interesse an Glaubensfragen”, freut sich der Pfarrer. Heute gehören 500 Gläubige der Pfarrei an.

Besonders aktiv ist ein Kreis von Lehrern, der sich um das Laienapostolat bemüht, besonders um die jungen Menschen. Auf dem Land komme es gar nicht so häufig vor, dass sich Akademiker in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit engagieren, erklärt der Pfarrer. Er sieht, dass die Pfarrei eine Perspektive und eine positive Dynamik hat. Daher möchte er sie zu einer “geistlichen Oase” machen, wo die Menschen aller Altersgruppen sich zum Gebet, zur vor allem geistlichen Weiterbildung und auch zur gemeinsamen Freizeitgestaltung treffen.

Pfarrer Zaksis mit Messdienern vor dem Kircheneingang.

Pfarrer Zaksis mit Messdienern vor dem Kircheneingang.

Die Pfarrkirche ist sehr schön, aber der Zahn der Zeit hat stark an ihr genagt, und es besteht viel Renovierungsbedarf. Die meisten Einwohner sind jedoch arm, denn es herrscht in Lettland, das eine schwere wirtschaftliche Krise durchlebt, eine hohe Arbeitslosigkeit. 2004 haben es die Gläubigen dennoch mit vereinten Kräften geschafft, zumindest schon einmal das Innere der Kirche neu zu streichen und Teile der Inneneinrichtung zu erneuern.

Aber auch die Fassade der Kirche bedarf dringend der Renovierung, denn es bröckelt bereits der Putz ab. “Die Kirche muss renoviert werden, damit die Gläubigen dort beten können und diejenigen, die sich für Architektur interessieren, durch die Schönheit der Kirche den Weg zu Gott finden”, schreibt uns der Pfarrer.

Die Gläubigen können aber nicht das nötige Geld zusammenbringen, um die Renovierung durchführen zu können. Pfarrer Zaksis berichtet aber, dass sie immer bereit sind, für die Priester und die Bedürfnisse der Kirche zu sorgen.

Wir möchten ihnen mit 20.000 Euro dabei helfen, dass ihre Pfarrkirche, an der ihr Herz hängt, bald wieder ein würdiges Gotteshaus sein wird.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Bauhilfe · Jelgava · Lettland · Rubeni · Sowjetunion
16.Nov 2010 11:28 · aktualisiert: 4.Feb 2015 15:20
KIN / S. Stein