INDIEN

Bau eines Konvents in der Stadt Gohpur

Schwestern vor ihrem Haus in Gohpur

Schwestern vor ihrem Haus in Gohpur.

Der nordindische Bundesstaat Assam ist das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Rund zwanzig  Prozent der weltweiten Tee-Ernte stammt von dort.

Die meisten Menschen, die auf den Teeplantagen arbeiten, stammen aus Dörfern, in denen kaum jemand lesen und schreiben kann und in denen es keine Gesundheitsfürsorge und keine Schulen gäbe, wenn sich nicht die katholische Kirche für die Bevölkerung einsetzen würde.

Viele Einwohner gehören den Adivasi, den indischen Ureinwohnern, an, die von den Briten zur Zeit der Kolonisation in den Norden Indiens geholt wurden, um dort Wälder zu roden. Schwere Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen, Schlangen, wilde Tiere und Krankheiten wie Malaria erwarteten sie dort. Bis heute sind diese Menschen “gesichts- und namenlos” und spielen keine Rolle in der Gesellschaft, scheibt uns Michael Akasius Toppo, Bischof von Tezpur.

Die Kirche versucht, ihnen jede Hilfe zu leisten. Die Frohe Botschaft Jesu Christi fällt auf fruchtbaren Boden. Die Avasi seien religiös und gottesfürchtig und befolgten die christlichen Gebote treu, erklärt der Bischof. Da sie in weit verstreuten Dörfern leben, kann nicht jeden Sonntag ein Priester zu ihnen kommen, aber in jedem Dorf gibt es einen Katecheten, der sich mit den Gläubigen zum Gebet trifft. Der Glaube ist in den Menschen jedoch noch nicht tief verwurzelt, da sie wenig Glaubensunterweisung erhalten haben.

Besonders wichtig ist daher die Arbeit der “Schwestern von Nazareth”, die jeweils zu zweit in die Dörfer gehen, dort zwei oder drei Wochen bleiben und den Einwohnern zur Seite stehen. Sie erteilen Religionsunterricht, helfen zerstrittenen Familien oder Ehepartnern dabei, sich zu versöhnen, lehren die Gläubigen, in den Familien zu beten.

In der Schule der Schwestern.

Die Schwestern erteilen auch Religionsunterricht.

Außerdem versorgen sie Kranke, bringen den Frauen bei, ihre Kinder gesund zu erhalten und zu ernähren und lehren Hygiene, da viele Krankheiten auf unsauberes Wasser und eine unhygienische Zubereitung der Nahrung zurückzuführen sind.

Der Bischof möchte nun in dem Dorf Gohpur ein Kloster errichten, denn es ist schwer, die Schwestern, die der Bevölkerung dienen, unterzubringen. So können erzeit auch keine weiteren Schwestern aufgenommen werden. Zurzeit sind die Ordensfrauen nur provisorisch in einer mit Stroh gedeckten Hütte untergebracht. Besonders in der Regenzeit ist dies nicht nur beschwerlich, sondern stellt ein Gesundheitsrisiko dar – vor allem, wenn man bedenkt, welch eine schwere Arbeit sie unter diesen erbärmlichen Bedingungen leisten.

Ein bescheidenes, aber geeignetes Haus für die Schwestern ist notwendig, damit die Ordensschwestern ihr Apostolat und ihren Dienst an den Menschen fortsetzen und ausbauen können. Wir haben ihnen 30.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

15.Dez 2010 17:05 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:50
KIN / S. Stein