KUBA

Druck eines katholischen Kalenders

Frau mit Kalender.

Frau mit dem aktuellen Kalender.

Das Gnadenbild der Heiligen Jungfrau von Cobre, das aus dem Leben der Menschen in Kuba nicht wegzudenken ist, wird 2012 wird 400 Jahre alt. Katholiken im ganzen Land bereiten sich schon jetzt auf diese Feier vor.

Die Bischöfe Kubas betonten in ihrer Botschaft zum Beginn der Vorbereitungszeit, dass vor der Jungfrau von Cobre alle sozialen, kulturellen, politischen, wirtschaftlichen, ideologischen und ethnischen Unterschiede zwischen den Kubanern verschwinden. Vor ihr, der Muttergottes, sind alle Menschen gleich.

Als “Mutter aller Kubaner” sei sie eine “Fackel der Hoffnung und die Verheißung einer besseren Zukunft”. Es gebe “kein Ereignis und keinen sozialen Prozess, sei er nun erfreulich oder schmerzlich, der nicht auf die eine oder andere Weise in den Votivgaben, den Versprechungen und Erinnerungen der Gläubigen im ganzen Land an die Jungfrau von Cobre gegenwärtig ist”.

Das 30 Zentimeter große Gnadenbild wurde 1612 von drei Fischern, die alle den Namen Juan trugen und von denen einer ein dunkelhäutiger Sklave und die beiden anderen Indigene waren, während eines Sturmes in der Bucht von Nipe aus dem Wasser gezogen und nach El Cobre verbracht. 1916 wurde die Jungfrau von Cobre von Papst Benedikt XV. zur Schutzpatronin Kubas ernannt. Papst Johannes Paul II. krönte die Jungfrau von Cobre am 24. Februar 1998 und erklärte sie zur “Mutter der Versöhnung” für Kuba.

Seit einigen Jahren gibt die Kubanische Bischofskonferenz jedes Jahr einen liturgisch-katechetischen Kalender heraus. Auch 2011 soll wieder ein solcher Kalender in einer Auflage von 700 000 Exemplaren erscheinen und in allen Diözesen des Landes verteilt werden. In der Regel widmet sich der Kalender jedes Jahr einem anderen Thema.

Titelbild des Kalenders von 2009.

Titelbild des Kalenders von 2009. Links ist ein Bild der Marienfigur von El Cobre zu sehen.

Seit 2009 steht jedoch drei Jahre hintereinander die Geschichte der heiligen Jungfrau von Cobre auf dem Programm, damit sich die Menschen intensiv auf das große und bedeutsame Ereignis der Vierhundertjahrfeier vorbereiten können. Auch Gebete sowie Botschaften des Papstes und der Bischöfe werden abgedruckt. Es gibt außerdem viele Bilder;  natürlich werden auch die katholischen Feste und Heiligengedenktage markiert und der Leser durch das Kirchenjahr geführt.

Der Vorteil eines Kalenders besteht darin, dass er auch von Menschen genutzt wird, die sich keine Bücher leisten können oder aufgrund ihres Bildungshintergrundes eher wenig lesen. Zudem eignen sich die Heiligenbilder, dass die Menschen sie ausschneiden und an der Wand aufhängen.

Für die Kubanische Bischofskonferenz ist dieser farbige Kalender ein wichtiges Mittel, den Glauben in den Familien lebendig zu erhalten. Durchschnittlich erreicht jeder dieser Kalender in einer Familie fünf Personen, also profitieren davon weit mehr als drei Millionen Menschen.

Mädchen mit Kalender

Viele Kubaner hängen den katholischen Kalender in ihren Wohnungen auf.

“Die Ausstrahlungskraft dieses Kalenders ist unvorstellbar”, schreibt Pater Pepe Felix. “Man sieht ihn nicht nur in Kirchen und in Häusern von Christen, sondern sogar in vielen Wohnungen von Menschen, die ansonsten nicht zur Kirche gehen. Überraschenderweise trifft man ihn sogar an öffentlichen Orten wie Kliniken, Krankenstationen, Regierungsbüros an. Einzigartig ist der Fall, dass man ihn am Set einer nationalen Seifenoper im Fernsehen gesehen hat.”

In dem Land, das schon viele Jahre unter einem kommunistischen Regime leidet, verfügt die Kirche über wenig Material, das sie den Menschen anbieten kann, um deren Glauben zu nähren und zu stärken. Ein solcher Kalender ist für unzählige Familien eine wertvolle Hilfe. Wir möchten den Druck auch dieses Mal wieder mit 36.500 Euro unterstützen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Druck · El Cobre · Jubiläum · Kuba · Literatur · Marienfeste
15.Dez 2010 17:06 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:50
KIN / S. Stein