UKRAINE

Fertigstellung der Kirche für ein Kloster

Vor der Kirche des Klosters.

Vor der Kirche des Klosters.

Ein ganz normaler Sonntag im Kloster vom fleischgewordenen Wort in Krichiwtsi in der Westukraine: In die Kapelle strömen Gottesdienstbesucher, Gläubigen füllen noch zwei weitere Korridore. Immer mehr Menschen kommen sonntags zur Kirche.

Was eigentlich eine schöne und erfreuliche Entwicklung ist, stellt die Ordensmänner des Klosters vor eine große Herausforderung. Denn in die Kapelle des Klosters ist zu klein. Schließlich wurde sie als Hauskapelle einer Ordensgemeinschaft und nicht als Pfarrkirche für eine Gemeinde gebaut.

Die Pfarrei wurde 2003 gegründet und hat mittlerweile über 1200 Mitglieder. Anfangs kamen nur wenige Menschen zur Kirche. Zwanzig Jahre nach dem die mit Rom unierte griechisch-katholische Kirche in der Ukraine den Untergrund verlassen durfte, blüht das kirchliche Leben. 1946 war diese Konfession von den Kommunisten aufgelöst und ihre Anhänger blutig verfolgt worden, so dass die Gläubigen nur im Untergrund ihren Glauben leben konnten. Viele mussten ihre Treue zu Christus mit dem Leben bezahlten. Die Jugend wurde in den Schulen atheistisch erzogen.

Heute bilden vor allem die jungen Leute einen fruchtbaren Boden für die Botschaft des Evangeliums. Inzwischen gibt es in der Pfarrei eine Sonntagsschule, an der viele Kinder teilnehmen. Das ist besonders wichtig, weil viele Eltern noch wenig über den Glauben wissen und erst gerade zur Kirche gefunden haben. Außerdem organisiert die Pfarrei verschiedene  Aktivitäten: So wird zum Beispiel seit zwei Jahren ein Italienischkurs angeboten oder es gibt Ferienlager für Kinder und Jugendliche.

Während der Bauarbeiten der neuen Kirche.

Baustelle der neuen Kirche.

Das Wichtigste ist nun, eine Pfarrkirche zu errichten, in der die Gläubigen Platz finden und sich zu den Gottesdiensten versammeln können. Es wurde bereits mit dem Bau einer neuen Kirche, die den beiden Slawenaposteln Kyrill und Methodius geweiht ist, begonnen. Für die Fertigstellung fehlt allerdings noch Geld. KIRCHE IN NOT hat 10.000 Euro zugesagt, damit die blühende Pfarrei bald ein eigenes Gotteshaus hat.

Pater Iosafat Bojko, der Vorsteher des Klosters, schreibt uns: “Wir versprechen Ihnen, dass wir für Sie und alle Wohltäter und Spender beten werden, die dazu beitragen, dieses Gotteshaus zu errichten, das vielen gläubigen als Stützpfeiler in ihrem geistlichen Leben dienen wird – sowohl heute als auch in den kommenden Generationen.”

Hier können Sie direkt online spenden.

15.Dez 2010 17:07 · aktualisiert: 27.Mai 2011 15:08
KIN / S. Stein