BOLIVIEN

Moped für einen Pfarrer in der Bergregion

Hängebrücke in den bolivianischen Anden.

Wacklige Hängebrücke in den bolivianischen Anden.

Pfarrer Jacinto Guarachi Paredez aus Canavari hat es nicht leicht, wenn er zu seinen Gläubigen gelangen will. Die schlechten Straßen haben viele Schlaglöcher, und in der Regenzeit werden sie glitschig. In einige Ortschaften führen gar keine richtigen Wege, sondern nur Reitpfade.

Oft muss der Priester über wacklige Hängebrücken Schluchten und Flüsse überqueren, zum Beispiel wenn er die Pfarrei Unserer Lieben Frau vom Karmel besuchen will. Sie liegt am Ostrand der Anden-Gebirgskette und im Tiefland des Rio Beni, einem der wichtigsten Flüsse des Amazonas-Tieflandes.

Dreißig Jahre lang gab es in der Pfarrei keinen ansässigen Priester. Die Seelsorge wurde durch Schwestern der “Missionarinnen von Maria, Mutter der Kirche” geleistet. Sie haben hart gearbeitet, um den katholischen Glauben lebendig zu erhalten, berichtet Pfarrer Guarachi.

Die Früchte ihres Dienstes sind beachtlich: 80 Prozent der Einwohner sind katholisch. Aber auf dem Gebiet der Pfarrei gibt es auch drei Sektentempel. Es war daher wichtig, dass die Pfarrei nun endlich einen Pfarrer bekommen hat, der ständig anwesend ist. Seitdem Pfarrer Guarachi da ist, steigt die Nachfrage nach dem Empfang der Sakramente, nach geistlichen Kursen und danach, verschiedene in der Pfarrei aktive Gruppen zu bilden.

Landstraße in Bolivien.

In einige Ortschaften führen keine richtigen Straßen. Daher möchten wir den Pfarrer der Gemeinde in Canavari beim Kauf eines kleinen Motorrads unterstützen.

Nun hat der Pfarrer aber ein Problem: Um die vielen abgelegenen Ortschaften seiner Pfarrei regelmäßig besuchen zu können, benötigt er ein Fahrzeug. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse eignet sich ein Motorrad am besten. So könnte der Pfarrer viel Zeit sparen, und auch die Gläubigen in den abgelegenen Dörfern könnten mindestens einmal im Monat die Heilige Messe besuchen und die Sakramente empfangen.

Bischof Juan Vargas von Coroico hat die Pfarrei kürzlich drei Tage lang besucht. Er schrieb uns, wie sehr er sich darüber gefreut hat, dass er dort “mehr als in der Vergangenheit ein tiefes Zeugnis des Glaubens und der Frömmigkeit” vorgefunden hat. Er legt es uns ans Herz, Pfarrer Guarachi bei dem Kauf eines Mopeds zu unterstützen. Wir haben ihm 3650 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Anden · Bolivien · Coroico · Fahrzeughilfe · Missionare
13.Mai 2011 09:26 · aktualisiert: 17.Mrz 2015 14:10
KIN / S. Stein