PAPUA-NEUGUINEA

Haus für Ordensschwestern in Nomad

Schwester mit kleiner Patientin.

Schwester mit kleiner Patientin.

Papua-Neuguinea ist eines der ärmsten Länder der Welt. Rund 40 Prozent der Bevölkerung kann nicht lesen und schreiben, und es gibt große soziale Spannungen. Die sechs Millionen Einwohner sprechen mehr als 820 verschiedene Sprachen. 80 Prozent der Bevölkerung lebt in abgelegenen Dörfern, in denen die Einwohner das, was sie zum Überleben brauchen, selbst anbauen und weder Strom noch fließendes Wasser haben.

Ein solches Dorf ist die Ortschaft Nomad in der Diözese Daru-Kiunga im Westen der Insel Papua-Neuguinea. Es ist eine der am wenigsten entwickelten Regionen des Landes. Bis in die 1950er-Jahre gab es dort noch Kannibalismus. Staatliche Schulen gibt es nur wenige, und die meisten Erwachsenen haben keinerlei Schulausbildung. Auch die Gesundheitsfürsorge ist desolat.

2004 wurde in Nomad die St.-Paulus- Pfarrei eingerichtet. Die Kirche muss hier nicht nur die seelsorgliche Betreuung übernehmen, sondern auch leisten, was der Staat versäumt. So soll eine Grundschule in die Obhut der Kirche übergehen, und auch den Kranken muss geholfen werden. Schwestern der Ordensgemeinschaft der “Töchter der Weisheit” sollen hier den Ärmsten der Armen dienen und dem Pfarrer helfen.

Sie werden zugleich Sozialarbeiterinnen, Lehrerinnen, Krankenschwestern, Katechetinnen sein und den Menschen die Frohe Botschaft bringen, ihnen aber auch in den Problemen des Alltags zur Seite stehen.

Eine der Schwestern der Kongregation “Töchter der Weisheit” mit Kindern.

Eine der Schwestern der Kongregation “Töchter der Weisheit” mit Kindern.

Eine wichtige Rolle spielen Ordensfrauen in Papua-Neuguinea in der Seelsorge für Frauen und Mädchen, da es nicht gern gesehen wird, wenn diese von Männern betreut werden. Gerade die Frauen bedürfen einer besonderen Förderung, da sie normalerweise keine Chance haben, auch nur eine minimale Ausbildung zu erlangen.

Viele werden schon im Kindesalter verheiratet. Sie sind ihrem Mann unterworfen, und oft werden sie Opfer häuslicher Gewalt. Dabei lastet auf ihnen die Verantwortung für die Kindererziehung und den Lebensunterhalt der Familie. Die Schwestern bringen ihnen bei, dass sie eine von Gott gegebene Würde haben.

Die Schwestern brauchen aber auch ein Dach über dem Kopf. Daher möchten wir ihnen helfen, ein bescheidenes Haus zu bauen, in dem sie wohnen können. 21.900 Euro haben wir ihnen versprochen, damit in Nomad die Liebe nicht obdachlos bleibt.

Hier können Sie online spenden.

13.Mai 2011 09:27 · aktualisiert: 27.Mai 2011 14:55
KIN / S. Stein