SERBIEN

Wasserisolation für ein Haus von Schwestern

Feuchte Wände im Haus der Schwestern.

Feuchte Wände im Haus der Schwestern.

Nur zehn Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt liegt die Stadt Subotica, die zweitgrößte Stadt der nordserbischen Wojwodina-Region. Sie ist die einzige fast rein katholische Stadt Serbiens und Sitz der gleichnamigen Diözese.

In Serbien leben rund eine halbe Million Katholiken, davon mehr als 300 000 in der Diözese Subotica. Die Bevölkerung setzt sich in dieser Region aus Serben, Kroaten, Slowaken, Ungarn, Deutschen, Rumänen und weiteren Volksgruppen zusammen.

Sie sind orthodox, katholisch oder protestantisch und leben trotz der vielen Konflikte, zu denen es auf dem Balkan immer wieder kommt, friedlich zusammen. Die meisten Katholiken in der Vojvodina-Region sind Ungarn und Kroaten – unter letzteren sind viele Flüchtlinge, die infolge der Balkankriege nach Serbien gekommen sind.

Die serbische Regierung hat 2005 ein neues Religionsgesetz verabschiedet, das den sieben staatlich anerkannten Kirchen und Religionen den schulischen Religionsunterricht erlaubt. Dies sei vorher unvorstellbar gewesen, berichten uns immer wieder katholische Priester, die in Serbien tätig sind. Es sei “ein ausgezeichneter Schritt und auch ein Zeichen, denn wenn der Staat uns akzeptiert, muss auch die Gesellschaft uns ernst nehmen”, betonen sie einstimmig.

Katholischer Religionsunterricht wird auch von Ordensfrauen erteilt. So leben in Kanjiza, unweit von Subotica, drei Schwestern aus der Kongregation Unserer Lieben Frau. Schwester Sarolta erteilt Religionsunterricht in der Schule, Schwester Rafaela ist Katechetin in einer Pfarrei. Die dritte der Schwestern war auch Katechetin, ist jedoch erkrankt, so dass sie momentan nicht unterrichten kann.

Eine der Schwestern aus Kanjiza zeigt eine Nasszelle des Hauses.

Eine der Schwestern aus Kanjiza zeigt eine Nasszelle des Hauses.

Das Haus der Schwestern dient zudem bereits seit Jahrzehnten als Pastoralzentrum für Jugendliche, vor allem für Mädchen. Die Ordensfrauen leiten verschiedene Gruppen, bieten Musikunterricht an, haben eine Caritasgruppe eingerichtet und kümmern sich um Kinder mit Berhinderung. In Zukunft möchten sie hier auch älteren Mitschwestern ein Zuhause und liebevolle Fürsorge schenken.

Nun haben sie jedoch ein Problem mit ihrem Gebäude, denn es dringt Feuchtigkeit ein. Dadurch wird die Bausubstanz beschädigt, und es kann bei den Bewohnerinnen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Außerdem werden dadurch die Heizkosten in die Höhe getrieben, denn um die Feuchtigkeit zu verringern, muss stärker geheizt werden.

Die Schwestern haben uns um Hilfe gebeten, um Abhilfe schaffen zu können. Wir haben ihnen 6000 für die Wasserisolation versprochen.

Hier können Sie online spenden.

13.Mai 2011 09:27 · aktualisiert: 1.Apr 2015 12:06
KIN / S. Stein