ALBANIEN

Renovierung der Kirche der Vinzentinerinnen

Einzug der Ministranten in die renovierte Kirche der Vinzentinerinnen.

Einzug der Ministranten in die renovierte Kirche der Vinzentinerinnen.

Als Papst Johannes Paul II. 1993 nach Albanien reiste, machte er ihnen Mut für die Gegenwart und die Zukunft: “Heute ist der Tag der Auferstehung und des Lebens! Habt keine Angst!”, rief er ihnen zu.  Er freute sich, dass viele Menschen nicht nur den “Geschmack an der Freiheit”, sondern auch “die Freude am Gebet” gefunden hatten.

Dies grenzt fast an ein Wunder, denn während der Zeit des Kommunismus war jegliche Religionsausübung in Albanien verboten, und viele Gläubige aller Religionsgemeinschaften wurden getötet.

Heute sind schätzungsweise 60 Prozent der Bevölkerung Muslime, 20 Prozent gehören der orthodoxen Kirche an, Katholiken bilden mit rund zehn Prozent eine Minderheit. Die übrige Bevölkerung ist konfessionslos oder gehört anderen religiösen Gruppen an.

Natürlich bedeuten diese Zahlen nicht, dass alle diese Menschen gläubig sind – es sind vielmehr Schätzungen, die auf der Religionszugehörigkeit der Vorfahren beruhen. Dennoch erlebt der Glaube in Albanien eine zarte Blüte, und die “Freude des Gebetes”, von der Papst Johannes Paul II. sprach, ist an vielen Orten sichtbar.

So ist es beispielsweise im südalbanischen Mollas. Seit 1992 widmen sich Vinzentinerinnen dort vor allem der Jugendarbeit. Seitdem sie vor Ort sind, ist die katholische Gemeinde gewachsen. Die Schwestern bieten für die Familien auch in deren Häusern Katecheseunterricht an.

Taufe von Jugendlichen bei einer Heiligen Messe.

Taufe von Jugendlichen bei einer Heiligen Messe.

Viele Menschen kommen zu den Gottesdiensten und zur Katechese. Nicht weit entfernt haben sie in Lumas ein Zentrum eingerichtet, wo es einen Kindergarten, eine Grundschule, einen Senioren- und einen Jugendtreff gibt. Erst kürzlich wurde es eröffnet. Die Kirche in Mollas wurde 2002 eingeweiht. Die Gottesdienste werden von vielen jungen Menschen besucht. In diesem Jahr haben drei Jugendliche die Taufe empfangen.

Das Gebäude wurde durch heftige Regenfälle beschädigt. Sogar der Bürgermeister, der gar kein Christ ist, setzt sich dafür ein, dass die Kirche renoviert werden kann. Bei der Einweihungsfeier des Zentrums in Lumas sagte er dem Bischof: “Die Menschen wollen die Kirche!”

Die Menschen in der Region sind sehr arm. Die meisten halten sich mit den kargen Einkünften aus der Landwirtschaft über Wasser. Manche halten Ziegen oder Schafe, nur wenige können sich eine Kuh leisten. Sie können die Renovierung der Kirche nicht aus eigener Kraft erreichen. Daher haben sich die Schwestern an uns gewandt, damit wir ihnen helfen. Wir haben ihnen 20.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Albanien · Armut · Jugend · Kirchenbau · Renovierung · Vinzentiner
1.Jul 2011 14:19 · aktualisiert: 3.Apr 2012 19:52
KIN / S. Stein