LITAUEN

Neue Heizung für eine Kirche

Kirche in Baltriskes.

Kirche in Baltriskes.

Litauen ist das einzige mehrheitlich katholische Land der ehemaligen Sowjetunion. Mehr als achtzig Prozent seiner dreieinhalb Millionen Einwohner sind Katholiken. Zur Zeit des Kommunismus litten zahlreiche Priester, Ordensleute und Laien wegen ihres Glaubens in Gefängnissen und sibirischen Straflagern. Viele bezahlten ihre Treue zu Christus mit dem Leben.

Seit der politischen Wende in Osteuropa kann die katholische Kirche jedoch auch in Litauen wieder frei die Frohe Botschaft verkünden und ihren Glauben bekennen. Dennoch steht sie vor großen Herausforderungen. So haben die litauischen Bischöfe bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es in der Gesellschaft noch immer Kräfte gibt, die versuchen, die Kirche zu manipulieren, um verschiedene nationale, politische und persönliche Ziele zu erreichen.

In Baltriskes, einem Dorf im Nordosten Litauens haben sich Brüder der Gemeinschaft Tiberias niedergelassen. Sie führen ein Leben des Gebetes und der Arbeit, bebauen ihren Acker, säen Getreide und backen selbst jede Woche Brot. Aus diesem beschaulichen Leben entspringt ihre apostolische Tätigkeit, und so geben sie den Glauben auch weiter.

Bruder Francois Bourgois, Architekt der Kirche.

Bruder Francois Bourgois, Architekt der Kirche.

Zu ihnen kommen Jugendgruppen und Familien, aber auch Einzelpersonen, um ein Wochenende oder eine Woche der Besinnung mit ihnen zu verbringen. Die Brüder helfen ihnen, ihren Glauben zu vertiefen. Sie arbeiten auch mit Schulen und Jugend-, Familien- und Katechesezentren mehrerer litauischer Diözesen zusammen. Sorge bereitet ihnen der Plan, die Zufahrtsstrasse zu asphaltieren. Kommen sollen nämlich nicht Touristen, sondern Menschen auf dem Weg zu Gott.

Die Holzkirche von Batriskes, die sie übernehmen konnten, schaut auf eine bewegte Geschichte zurück. 1914 bis 1920 wurde sie auf einem Grundstück erbaut, das ein Mann der Kirche geschenkt hatte, dessen Sohn kurz zuvor bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen war. Die Glocken der Kirche überstanden unbeschadet den Krieg, indem man sie auf dem Friedhof vergraben hatte. 1945 durchschlug eine Bombe das Dach der Kirche, explodierte aber nicht.

Nach den langen Jahrzehnten des Kommunismus ist hier ein geistliches Zentrum entstanden. Die Brüder der Gemeinschaft Tiberias haben ein altes Pfarrhaus und eine alte Schule in ein Exerzitienhaus und eine Unterkunft für Gäste umgebaut. Größtenteils haben die Brüder die Bauarbeiten mit der Hilfe von freiwilligen Helfern durchgeführt. Sie brauchen aber Unterstützung, denn die Kirche kann im Winter nicht benutzt werden, weil es dort zu kalt ist. Wir haben ihnen 12.000 Euro für ein neues Heizungssystem versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

 

1.Jul 2011 14:20 · aktualisiert: 1.Jul 2011 14:29
KIN / S. Stein