TANSANIA

Neues Dach und neue Möbel

Kinder in einer Kirche in Tansania.

Kinder in einer Kirche in Tansania.

Pater Winfried Huber hat eine schwere Aufgabe: Seit drei Jahren betreut er die neugegründete Pfarrei Kayenze im Norden Tansanias. Als er in die Pfarrei kam, gab es so gut wie nichts. Also krempelte der deutsche Pater aus dem Orden der Afrikamissionare (auch bekannt als “Weiße Väter”) die Ärmel hoch und packte an. “Wenn ich auch von keinen großen Taten berichten kann, so ist es der Fortschritt in kleinen Schritten, der mir Mut macht”, schreibt er uns.

In seiner Pfarrkirche gab es anfangs nicht einmal ein Kreuz, und nahezu alles musste hergerichtet werden. Fließendes Wasser gibt es allerdings bis heute nicht, das Wasser muss in Eimern ins Haus geholt werden. Immerhin hat der Pater gemeinsam mit Pfarrangehörigen aber bereits einen Brunnen gegraben. Der Strom reicht meistens nicht, um etwas am Computer zu schreiben, denn die schwache Solaranlage gibt nur wenig her, und die Batterien sind schnell wieder leer.

Aber auch das kirchliche Leben muss aufgebaut werden. Die Gläubigen wurden lange Zeit kaum seelsorglich betreut. Früher gehörten sie zu einer riesigen Pfarrei, die nun geteilt wurde. Kein Wunder, dass sie kaum etwas über den Glauben wissen. Daher werden Katecheten gebraucht, denn die Dörfer, die zur Pfarrei gehören, liegen weit verstreut. Der Pfarrer kann nicht überall gleichzeitig sein. Daher müssen Laien Wortgottesdienste und Andachten halten, Katechese erteilen und den Glauben weitergeben.

Die ganze Pfarrei dankt für die Hilfe der wohltäter von KIRCHE IN NOT.

Die ganze Pfarrei dankt für die Hilfe der Wohltäter von KIRCHE IN NOT.

Besonders setzt Pater Winfried dabei auf die Jugend. Zeichen der Hoffnung gibt es bereits: Inzwischen konnte er einige junge Leute motivieren, eines Tages mitzuhelfen. Sie müssen dazu jedoch ausgebildet werden, und dazu wird ein Raum benötigt – ebenso wie für die Kurse zur Vorbereitung auf Taufe und Erstkommunion und für die verschiedene Veranstaltungen.

Daher wurde mit dem Bau eines Versammlungsraumes begonnen. Der Rohbau steht schon. Der unermüdliche Pater berichtet: “Inzwischen benutzen wir die Räume: Für Versammlungen, Unterricht oder jetzt als Schlafräume. So sind diese Räume eine spürbare Hilfe. Es bleibt aber noch einiges zu tun.” Vor allem fehlen noch Tische und Stühle.

In den meisten Dörfern gab es zudem bislang keine Kapellen, wo sich die Gläubigen zum Gebet versammeln konnten. Inzwischen haben die Menschen in einigen Orten mit dem Bau von Kapellen begonnen. Es ist nicht so schwierig, die Mauern zu errichten, aber mit dem Dach sieht es schon anders aus. Pater Winfried schreibt uns: “In Isanzu warten sie schon sehnsüchtig auf das Dach. Die alte Abdeckung auf der Notkirche mit Plastikplanen und Gras hängt in Fetzen herunter.”

Gemeinsam an der einen Welt in Frieden gebaut

Daher bittet er KIRCHE IN NOT um Hilfe für das Kapellendach, aber auch für die Möblierung des bescheidenen Pfarrzentrums. Wir haben ihm 2700 Euro versprochen.

Allen, die ihm bereits in der Vergangenheit geholfen haben, sagt Pater Winfried: “Jeder hat mit Kräften mitgeholfen, dass ich hier Zeugnis geben kann, Zeugnis vor allem von der Liebe Gottes, aber um nichts weniger, und in gewisser Weise konkreter, von Menschen, die, ohne sich gegenseitig zu kennen, über Grenzen hinweg anderen helfen, gemeinsam an der einen Welt in Frieden zu bauen. Ein ganz herzliches ‘Vergelt’s Gott’ Euch allen.”

Hier können Sie direkt online spenden.

1.Jul 2011 14:20 · aktualisiert: 19.Nov 2011 13:03
KIN / S. Stein