URUGUAY

Umbau einer Pfarrkirche

Heilige Messe in der Gemeinde von 25 de Agosto in Uruguay.

Heilige Messe in der Gemeinde von 25 de Agosto in Uruguay.

Uruguay ist das zweitkleinste Land Lateinamerikas und schaut auf die längste laizistische Geschichte zurück. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Prozess. Der Jesuitenorden wurde 1859 des Landes verwiesen, die Friedhöfe zwölf Jahre später verstaatlicht. 1917 wurde schließlich die strikte Trennung zwischen Staat und Kirche in der Verfassung verankert.

Christliche Feiertage gibt es in Uruguay offiziell nicht. So steht statt Weihnachten “Tag der Familie” im Kalender, statt der Kar- und Ostertage “Woche des Tourismus”. Die Kirche hat in Uruguay einen wesentlich geringeren Einfluss in der Gesellschaft als in anderen Ländern Lateinamerikas. Nur gut die Hälfte der Einwohner gibt an, katholisch zu sein, und die Religiosität wurde ins Privatleben verbannt.

Seit acht Jahren ist Pater Luis Maria Caudt aus der Slowakei Missionar in der Diözese Florida im Süden Uruguays. Er, seine beiden Mitbrüder und vier Ordensschwestern aus Deutschland betreuen dort vier Pfarreien, denen acht Dörfer angehören. Besonders liegt ihnen die Katechese für Kinder und Jugendliche und die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung am Herzen. Oft finden Familien, deren Kinder zur Katechese kommen, wieder zum Glauben zurück. Sie besuchen aber auch ältere Menschen und bringen ihnen die Heilige Kommunion.

Zu klein für die vielen Gläubigen

Jedes der Dörfer hat eine eigene Kapelle, aber die meisten von ihnen sind in einem schlechten Zustand. Vor allem die Pfarrkirche in der Ortschaft 25 de Agosto, die rund 2000 Einwohner hat, muss dringend umgebaut werden. Sie ist zu klein für die vielen Gläubigen und hat keine Fenster. Besonders im Sommer, wenn es heiß und feucht ist und viele Menschen sich in dem Gotteshaus versammeln, ist die Belüftung unzureichend. Ein neues Dach braucht sie auch. Die Kapelle ist nicht nur der Versammlungsort der Katholiken, sondern zugleich das älteste Gebäude im Ort.

Da die meisten Menschen arm sind, können sie außer ihrem Gebet und ihrer Arbeitskraft nichts zu dem Umbau beitragen. Daher bittet uns Pater Luis Maria Caudt um Hilfe. Wir haben ihm 40.000 Euro versprochen, damit das Gotteshaus so umgebaut werden kann, dass es ein würdiger Ort des Gebetes wird.

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Schlagworte:
Bauhilfe · Florida · Jesuiten · Kirchenbau · Laizismus · Mission · Uruguay
1.Jul 2011 14:20 · aktualisiert: 1.Jul 2011 14:21
KIN / S. Stein