BOLIVIEN

Hilfe für Karmelitinnen in Cochabamba

Karmelitinnen in Cochabamba.

Karmelitinnen in Cochabamba.

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts gibt es in Bolivien Karmelitinnenklöster. Rund hundert Jahre später wurde auch im heutigen Cochabamba, das damals noch Villa de Oropeza hieß, ein Karmelitinnenkloster gegründet.

Damals wünschten sich die Menschen in der Stadt eine solche Klostergründung, da junge Mädchen, die sich zum Ordensleben berufen fühlten, in die weit entfernten Klöster in Sucre, Potosí oder La Paz gehen mussten.

Die weiten Wege zurückzulegen, war jedoch nicht nur beschwerlich und teuer, sondern auch gefährlich. So entstand im heutigen Cochabamba der erste Karmel. Noch heute wird das Fest der Heiligen Teresa von Avila groß gefeiert. Nicht nur für die Schwestern ist es ein wichtiger Feiertag, sondern auch für die Bevölkerung. Es wird ein Pontifikalhochamt gefeiert, Musikkapellen spielen, kleine Jungen kleiden sich als Pagen, die Mädchen ziehen glitzernde Kleider an und verkleiden sich als “ñunas”, das sind Prinzessinnen aus dem Inkareich.

Seit 18 Jahren gibt es in Cochabamba ein neues Karmelitinnenkloster, aber die Schwester stehen vor großen Herausforderungen. Nicht nur, dass sich die Lage der Kirche in Bolivien unter der Regierung Evo Morales immer mehr verschlechtert, sondern das Kloster hat auch viele praktische Probleme. So fehlt beispielsweise ein kleiner Innenhof, wo die Ordensfrauen den Weizen, den sie selbst anbauen, dreschen können.

Die Karmelitinnen wünschen sich dringend einen Aufsitzrasenmäher.

Die Karmelitinnen wünschen sich dringend einen Aufsitzrasenmäher, um das Gelände besser nutzen zu können.

Außerdem brauchen sie einen Aufsitzrasenmäher, denn im hohen Gras verbergen sich Giftschlangen. Das Dickicht, das einige Wege auf dem vier Hektar großen Grundstück überwuchert, bietet zudem Einbrechern Schutz, und so muss auch dagegen etwas getan werden, ebenso wie gegen die Risse in den Wänden, die sich verschlimmern, wenn hier nicht Abhilfe geschaffen wird.

Die Schwestern wünschen sich außerdem einen elektrischen Türöffner und eine Eingangstür mit Türspion. Das Stadtviertel, in dem sich das Kloster befindet, weist eine hohe Kriminalitätsrate auf und wird von den Einwohnern aufgrund der starken Gefährdung “rote Zone” genannt. Auf die Polizei ist kein Verlass.

Die Karmelitinnen sind bereits in der Vergangenheit Opfer von Raubüberfällen geworden. Auch zwei Schülerinnen einer benachbarten Schule wurden auf dem Grundstück überfallen und niedergeschlagen. Daher hat die Direktorin der Schule die Karmelitinnen bereits aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Gestrüpp nicht so hoch wächst.

KIRCHE IN NOT hat den Schwestern 21.900 Euro versprochen. Helfen Sie mit!

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Bolivien · Cochabamba · Karmelitinnen · Kloster · La Paz · Sucre
19.Aug 2011 10:17 · aktualisiert: 17.Mrz 2015 14:08
KIN / S. Stein