GUINEA

Ausbildungshilfe für Seminaristen

Seminaristen aus Guinea mit der Afrika-Referentin von KIRCHE IN NOT, Christine du Coudray.

Seminaristen aus Guinea mit der Afrika-Referentin von KIRCHE IN NOT, Christine du Coudray.

Die Katholische Kirche hatte in Guinea seit der Unabhängigkeit von Frankreich ein schweres Leben. Mit der Machtübernahme Sekou Terés begann 1958 der Kampf gegen die Kirche als Überbleibsel des Kolonialismus.

Der Mai 1967 markiert einen historischen Tiefpunkt: Zweihundert Missionare wurden von einem Tag auf den anderen ausgewiesen, weil sie Weiße waren. Darunter waren auch zwei Bischöfe.

Für das westafrikanische Land mit einer Fläche von 250 000 Quadratkilometern (etwa so groß wie Westdeutschland) gab es plötzlich nur noch sieben Priester. Damals kamen 14 Priester aus anderen afrikanischen Ländern, um der ausgebluteten Kirche in Guinea zu helfen. In dieser Situation war es wichtig, lokale Berufungen zu fördern.

Auch heute hat es die Kirche nicht leicht: Auf etwa zehn Millionen Einwohner kommen lediglich 272 000 Katholiken. Sie werden von rund 120 Priestern betreut. Es gibt nur drei Diözesen, obwohl nach Einschätzungen von Christine du Coudray, Afrika-Referentin von KIRCHE IN NOT, die das Land kürzlich bereist hat, mindestens zehn erforderlich wären.

Sie stellt fest: “Es ist ein Wunder, dass die Kirche trotz der riesigen Probleme überlebt hat. Die Kirche fühlt sich in Guinea isoliert. 85 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Selbst in den kleinsten aus Lehmhütten bestehenden Dörfern ragen nagelneue Moscheen aus modernen Baumaterialen empor.”

Die Ausbildung lokaler Priester ist bis heute eine der größten Herausforderungen für die Kirche in Guinea. In dieser Hinsicht gibt es jedoch Grund zur Freude, denn am 3. November 2008 eröffnete das erste Priesterseminar Guineas. Es trägt den Namen von Papst Benedikt XVI. Zurzeit bereiten sich dort 41 junge Männer auf das Priestertum vor.

Kinder und Jugendliche in Guinea.

Kinder und Jugendliche in Guinea.

Aber auch hier steht die Kirche vor großen Herausforderungen. Der Rektor des Seminars, Eric Marie Dugoulay, erinnert sich daran, dass die drei Jahre seit der Einweihung eine Zeit der Freude waren, aber auch Jahre des Kampfes, um trotz der fehlenden Mittel den angehenden Priester eine optimale Ausbildung zukommen zu lassen.

Pater Dugoulay schreibt uns: “Die Göttliche Vorsehung hat uns stets erhalten, und wir danken Gott für Seinen Beistand, auch wenn wir uns bisweilen in der Dunkelheit befinden, so wie Ende letzten Jahres, als die großen wirtschaftlichen Probleme unseres Landes dazu führten, dass das Budget für unser Seminar nicht eingehalten werden konnte. Wir stehen mit unseren Bischöfen vor großen finanziellen Schwierigkeiten.

So bitten wir Sie darum, uns zu helfen, damit wir dieses akademische Jahr abschließen können und nicht gezwungen sind, unsere Seminaristen wegzuschicken oder unsere Bischöfe in zusätzliche Probleme zu bringen. Möge Gott Sie mit Seiner Liebe erfüllen.”

Damit aufgrund des Geldmangels keine Berufung verloren gehen muss, möchten wir mit 12.500 Euro helfen.

Hier können Sie direkt online spenden.

 

KIN / S. Stein