JORDANIEN

Mehrzweckhalle für Regina-Pacis-Zentrum

Therapeutin mit einem behindertem Kind.

Therapeutin mit einem behindertem Kind.

In vielen Teilen der Welt werden Menschen mit Behinderungen von ihren Familien nur schwer akzeptiert und von der Gesellschaft an den Rand gedrängt. So ist es auch im Nahen Osten. Das Regina-Pacis-Zentrum in der Nähe der Hauptstadt Amman hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, behinderte Menschen – vor allem diejenigen, die aus sehr armen Familien stammen – zu fördern und sie besser in die Gesellschaft zu integrieren.

Die Angebote reichen von verschiedenen Therapien über speziellen Schulunterricht bis hin zur sozialen Betreuung. Oftmals könnten Menschen mit Behinderungen durchaus einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, wenn sie entsprechend gefördert würden. Das Regina-Pacis-Zentrum setzt darauf, die individuellen Stärken der Kinder und Jugendlichen herauszufinden und zu entwickeln.

So werden beispielsweise Computerkurse für Kinder mit leichten bis mittleren geistigen Behinderungen angeboten, und die Jugendlichen werden, soweit dies möglich ist, auf ein selbstständiges Leben vorbereitet.

Im Mai 2009 besuchte Papst Benedikt XVI. auf seiner Reise ins Heilige Land das Zentrum und war beeindruckt. In seiner Ansprache sagte er: „Von besonderer Bedeutung ist, wie ich weiß, der große Erfolg des Zentrums bei der Förderung der Eingliederung von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft und bei der Gewährleistung angemessener Schulung und geeigneter Möglichkeiten, um eine solche Integration zu erleichtern. Für diesen Weitblick und diese Entschlossenheit verdienen Sie alle großes Lob und Ermutigung!“

Besinnungstage und pastorale Treffen

Aber das Zentrum dient auch der Seelsorge in Jordanien und insgesamt im Nahen Osten. Es beherbergt Jugendliche, Priester und Ordensleute und Vertreter kirchlicher Institutionen, die sich dort zu Besinnungstagen und anderen pastoralen Treffen versammeln.

In der Region, in der die christliche Bevölkerung immer weiter schrumpft, ist dies für die Stärkung des christlichen Glaubens von hoher Bedeutung. Zugleich ist die Unterbringung von Gästen für das Zentrum auch eine gute Einnahmequelle, denn die behinderten Kinder und Jugendlichen werden kostenlos auf einem hohen Niveau betreut.

Um der großen Nachfrage gerecht werden zu können, möchte das Zentrum unter der Kirche eine Mehrzweckhalle einrichten. Dazu fehlen aber die notwendigen Mittel. KIRCHE IN NOT hat also 25.000 Euro zugesagt.

Hier können Sie direkt online spenden.

KIN / S. Stein