PHILIPPINEN

Ein Haus für Mädchen aus Armenvierteln

Ordensschwester mit Kindern aus Armenvierteln in Manila.

Ordensschwester mit Kindern aus Armenvierteln in Manila.

Die Armenviertel der Millionenstadt Manila sind berüchtigt. Wer hier aufwächst, hat kaum eine Chance, jemals dem Elend zu entkommen. Eng zusammengepfercht leben die Menschen in Wellblechhütten oder Bretterverschlägen.

Das Abwasser rinnt durch die Straßen, Ratten und Insekten übertragen Infektionskrankheiten. Die Kinder sind unterernährt, die Familien oft zerrüttet. Alkoholismus und Gewalt, Drogen und Prostitution sind die Folge.

An Bildung ist kaum zu denken. Die öffentlichen Schulen auf den Philippinen sind ohnehin schon mit den wachsenden Schülerzahlen überfordert. Denn die Bevölkerungszahlen steigen rapide, und oft unterrichten die Lehrer in zwei Schichten. Die Folge: Die Unterrichtsqualität geht zurück, und viele Schüler brechen die Schule vorzeitig ab. Die Kinder in den Slums haben erst recht keine Perspektive.

Seit 2004 kümmern sich Schwestern aus dem Orden der Dienerinnen des Herrn und der Jungfrau von Matara im Bagong Barrio, einem der Elendsviertel, um die Ärmsten der Armen. Sie besuchen Kranke, geben hungernden und verwahrlosten Kindern zu essen und bringen den Menschen Hoffnung.

Vor allem gilt ihre Sorge den Mädchen, denn sie sind am schwächsten und werden oft Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt. Viele geraten in die Prostitution.

Die Ordensschwestern haben 2008 ein Heim für Mädchen gegründet, um die sich sonst niemand kümmert.

Die Ordensschwestern haben 2008 ein Heim für Mädchen gegründet, um die sich sonst niemand kümmert.

Die Schwestern haben vor drei Jahren ein Heim für Mädchen eröffnet, um die sich sonst niemand kümmert. 14 Kinder zwischen drei und 14 Jahren erfahren dort bereits Zuneigung, Schutz und ein Leben in Würde. Sie haben die Chance auf eine Ausbildung und sollen ihre Talente entwickeln, um später einmal auf eigenen Beinen zu stehen und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können.

Aber die Ordensfrauen möchten weitere Kinder aufnehmen. Zehn Mädchen warten schon darauf, bei ihnen ein Zuhause zu finden, aber es gibt nicht genug Platz. Daher haben die Schwestern beschlossen, ein Haus zu kaufen, um mehr Kindern eine Bleibe geben zu können. Sie haben aber nicht genug Geld, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Daher vertrauen sie auf unsere Hilfe. Wir haben ihnen 20.000 Euro versprochen.

Hier können Sie online spenden.

19.Aug 2011 10:18 · aktualisiert: 19.Aug 2011 10:32
KIN / S. Stein