KENIA

Bau einer Dorfkapelle

Blick auf die kleine Kapelle in Kyuasini.

Blick auf die kleine Kapelle in Kyuasini.

An den tiefergelegenen Abhängen des Kilimandscharo liegt die Pfarrei von Chuvini. 260 Kilometer entfernt vom Bischofssitz in Mombasa wurde sie vor zehn Jahren gegründet. Eine Mischung aus allen in Kenia vertretenen Volksstämmen lebt hier im Süden des Landes, denn nach der Unabhängigkeit 1963 wurde in der Region Sisal angebaut.

Menschen aus allen Landesteilen zogen dorthin, um Arbeit zu finden. Als der Sisalpreis auf dem Weltmarkt in den 1970er-Jahren zusammenbrach, wurden sie arbeitslos, und Armut breitete sich aus.

Das Gebiet, das heiß und trocken ist, ist wirtschaftlich nicht nutzbar. An einigen Stellen ist es zumindest möglich, Mais und Bohnen anzubauen. Viele Menschen sind auf die Nahrungsmittelhilfe humanitärer Hilfswerke angewiesen. Auf den ehemaligen Sisalplantagen wuchert jedoch heute Dornengestrüpp. Oft sieht man dort Elefanten und andere Tiere aus dem angrenzenden Nationalpark.

Pfarrer Sabbas Assenga berichtet uns von einer anderen Not: In der des Geistes und der Seele. Sechs Außenstationen hat die Pfarrgemeinde. Sie liegen zwischen neun und zwanzig Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt. Eine davon ist das Dorf Kyuasini. Dort leben 250 katholische Familien, aber die kleine Kapelle bietet nur Platz für ein Zehntel von ihnen.

Die Kirche ist für die wachsende Gemeinde zu klein. Viele Menschen müssen während der Heiligen Messe müssen viele Menschen draußen stehen.

Die Kirche ist für die wachsende Gemeinde zu klein. Viele Menschen müssen während der Heiligen Messe müssen viele Menschen draußen stehen.

Der Pfarrer hat uns ein Foto geschickt, auf dem man sieht, dass zahlreiche Gläubige vor der Kapelle stehen, weil sie im Inneren keinen Platz mehr finden. Aber das ist nur ein Bruchteil derer, die während der Heiligen Messe draußen stehen müssen, denn, so schreibt er, das Foto ist vor der Heiligen Messe aufgenommen, und da waren die meisten der Kirchgänger noch unterwegs. Meistens versammelt sich die Gemeinde unter einem Baum, um die Gottesdienste zu feiern, aber Sonne, Wind und Regen setzen ihnen zu – kein angemessener Zustand.

Pfarrer Assenga bittet uns um Unterstützung und verspricht, in jeder Heiligen Messe für alle zu beten, die ihm und seinen Gläubigen helfen wollen. Er schreibt uns: “Möge der allmächtige Gott Ihre guten Herzen segnen!”

Wir haben ihm 10.000 Euro versprochen, damit die zahlreichen eifrigen Katholiken in Kyuasini bald nicht mehr außen vor stehen, wenn die Heilige Messe gefeiert wird.

Schlagworte:
Armut · Bauhilfe · Kapelle · Kenia · Mombasa
KIN / T. Waitzmann