PAPUA-NEUGUINEA

Bau eines Pfarrhauses

Straßenszene in Kiunga.

Straßenszene in Kiunga.

Erst 52 Jahre alt ist die Diözese Daru-Kiunga im Westen Papua-Neuguineas. Die Menschen sind also höchstens in der dritten Generation katholisch. Dennoch ist die Kirche sehr aktiv. Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Behindertenfürsorge, Berufsausbildung, AIDS-Prävention und die Versorgung von HIV-Infizierten – alles das hat die Diözese hier auf die Beine gestellt.

Bischof Gilles Coté, ein gebürtiger Kanadier, liegt außerdem die Männerseelsorge am Herzen. Er hat erkannt, dass es nur dann möglich ist, die Lage der stark diskriminierten und vernachlässigten Frauen zu verbessern, wenn man den Männern hilft, mit sich selbst ins Reine zu kommen.

In der Hafenstadt Kiunga, in der die Diözese ihren Sitz hat, liegt auch die Pfarrei der heiligen Brigitta. Sie befindet sich in einer Art Industriegebiet, unweit einer Kupfer- und Goldmine. Die Gläubigen der Pfarrei haben einen großen Wunsch: Sie möchten, dass ihr Pfarrer in ihrer Pfarrei wohnen kann. Zurzeit lebt er im Haus des Bischofs.

Obwohl die Entfernung nicht sehr groß ist, sind die täglichen Autofahrten teuer und beschwerlich. Vor allem an den Wochenenden sind diese Fahren sogar gefährlich. Denn dann sind große Menschenmassen unterwegs, und viele Leute konsumieren Alkohol.

Innenansicht der Kirche in Kiunga.

Innenansicht der Kirche in Kiunga.

Immer wieder bitten die Gläubigen den Bischof , dass der Priester in die Nähe der Pfarrkirche ziehen kann. Dann wäre er auch nahe am Krankenhaus, wohin er oft gerufen wird, um Kranke zu besuchen und die Sakramente zu spenden.

Die Pfarrei hat jedoch kein Pfarrhaus. Die Leute haben zwar schon Geld gesammelt, um ein Haus für den Pfarrer zu bauen. Sie sind sehr großzügig und bringen große Opfer. Aber die finanziellen Mittel reichen nicht aus. Daher hat Bischof Coté uns um Hilfe gebeten. Wir möchten mit 13.000 Euro helfen.

KIN / T. Waitzmann