NIGERIA

Ein Fahrzeug für die “Töchter Mariens”

Der Chor der Schwestern.

Der Chor der Schwestern.

Nigeria ist mit 155 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. 250 verschiedene volksgruppen leben hier, etwa 500 verschiedene Sprachen werden gesprochen. Der Norden des Landes ist muslimisch geprägt, im Süden leben Christen und die Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen. Insgesamt sind in dem westafrikanischen Land 50 Prozent Muslime, 40 Prozent Christen und zehn Prozent Animisten.

Obwohl Nigeria Erdöl fördert, leben weite Teile der Bevölkerung in großer Armut. Wenn es um die Zahl der Frauen geht, die bei einer Geburt sterben, steht das Land weltweit auf Platz neun. Auch viele Kinder sterben schon bei der Geburt. Auf tausend Lebendgeburten kommen 91 Totgeburten – damit steht Nigeria weltweit auf Platz zehn.

Eine Ordensschwester sagte im Oktober 2009 vor der vor der Sonder-Bischofssynode für Afrika in Rom: “Die Schwestern und Mütter Afrikas tragen unseren Kontinent auf ihrem Rücken und in ihrem Herzen.” Zu den “Schwestern und Müttern Afrikas” zählen auch die katholischen Ordensfrauen. In vielen vernachlässigten und abgelegenen Gebieten kümmern vor allem sie sich um die Not leidende Bevölkerung. In Nigeria gibt es weit mehr als 4400 Schwestern.

Die “Töchter Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit” sind eine noch junge nigerianische Ordensgemeinschaft. Seit ihrer Gründung im Jahr 1961 dienen sie den armen Menschen und lassen sie so die Barmherzigkeit Gottes spüren.

Eine Schwester überreicht einem Kind ein Präsent nach einer Sportveranstaltung.

Eine Schwester überreicht einem Kind ein Präsent nach einer Sportveranstaltung.

In Westnigeria leben und arbeiten mittlerweile 73 Schwestern. Sie haben ihr Mutterhaus in der Erzdiözese Ibadan, sind aber in mehreren Diözesen tätig. Sie betreuen alte Menschen, arbeiten in Schulen, Kranken- und Waisenhäusern und in Zentren, in denen Frauen nähen lernen und damit eine Berufsausbildung erwerben können.

Die Ordensgemeinschaft benötigt dringend ein Auto, denn immer wieder müssen Schwestern in entlegene Gebiete, um dort ihren Dienst zu tun. Auch die Regionaloberin, Schwester Colette Onyeocha, ist viel unterwegs. Sie ist für das geistliche Wohl der Schwestern genauso verantwortlich wie für die Arbeit, die sie verrichten. Um dieser Verantwortung nachkommen zu können, muss sie ihre Schwestern regelmäßig besuchen. Einige Schwesterngemeinschaften sind jedoch 500 Kilometer vom Mutterhaus entfernt, und die Straßen sind schlecht.

Wir haben ihnen 15.000 Euro für den Kauf eines kleinen Geländewagens versprochen.

Hier können Sie online spenden.

KIN / S. Stein