PHILIPPINEN

Noviziatshaus für die Missionare der Armen

Novizen bei der Ananas-Ernte.

Novizen bei der Ananas-Ernte.

“Ich lernte das Leben der Armen kennen und verstand die Seligpreisungen Christi als Auftrag.” Die Begegnung mit den Menschen in den Slums ist das Berufungserlebnis, das 1981 den Jesuitenpater und Professor Richard Ho Lung dazu bewegte, seinen Lehrstuhl an der Universität zu verlassen und sich ganz den Armen auf der Insel Jamaika zu widmen.

Ihm schlossen sich weietre Priester und Laien an. Daraus entstand die Ordensgemeinschaft der “Missionare der Armen”, der mittlerweile 550 Priester und Brüder angehören und die auf Jamaika sowie in Haiti, Indien, Kenia, auf den Philippinen, in Uganda und den USA den Ärmsten der Armen dient. Die “Missionare der Armen” gehen in die Armenviertel und Gefängnisse, pflegen kranke Menschen, kümmern sich um Straßenkinder und um behinderte und alte Menschen, hören den Verzweifelten zu und helfen selbstlos. Der inzwischen 72-jährige Pater Richard Ho Lung wird mittlerweile “Mutter Teresa von Jamaika” genannt.

Seit 1993 sind die “Missionare der Armen” auf den Philippinen tätig. In Naga City haben sie ein Heim für 140 Kinder und Erwachsene mit körperlichen und geistigen Behinderungen und kranke und alte Menschen errichtet. Außerdem verhelfen sie 200 Kindern, die vorher ihr Essen auf den Müllhalden suchen mussten, zu einer Schulausbildung und geben jeden Tag zusätzlich 140 unterernährten Kindern zu essen.

“Missionare der Armen” feiern Pater Ho Lungs Geburtstag.

“Missionare der Armen” feiern Pater Ho Lungs Geburtstag.

300 Familien, die im Slum leben, erhalten jede Woche ein Lebensmittelpaket und werden kostenlos medizinisch behandelt. Außerdem helfen die “Missionare der Armen” ihnen dabei, ihre Wohnverhältnisse zu verbessern.

Ihr Beispiel zieht andere an, denn jedes Jahr treten mindestens 25 junge philippinische Männer in den Orden ein. Bislang können sie allerdings nur bis zum Postulat auf den Philippinen ausgebildet werden. Das Noviziat hingegen müssen sie auf Jamaika absolvieren, wo der Orden seinen Sitz hat.

Aufgrund der vielen Berufungen ist dies jedoch teuer und aufwändig. Sinnvoll wäre es daher, ein Noviziatshaus auf den Philippinen zu errichten. KIRCHE IN NOT hilft mit 10.000 Euro.

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KIN / S. Stein