PAPUA-NEUGUINEA

Unterstützung für Exerzitien

Ordensschwestern in Papua-Neuguinea.

Ordensschwestern in Papua-Neuguinea.

Die Westliche Provinz von Papua-Neuguinea ist ein weites, aber kaum erschlossenes Gebiet von der Größe Portugals. Sie grenzt an den indonesischen Teil Papuas und zieht sich die Küste entlang Richtung Osten.

Die Einheimischen leben in kleinen Siedlungen unter einfachen Bedingungen. Es sind Melanesier, zumeist Bauern und Fischer. Etwa ein Viertel der 170 000 Einwohner ist katholisch. Obwohl die Provinz reich an Bodenschätzen ist, gilt sie als eine der ärmsten des Landes. Befestigte Straßen gibt es kaum. Lebensader und wichtigster Transportweg ist der 1100 Kilometer lange Fluss Fly.

Genutzt wird der Wasserweg auch von Lehrern, die an den Schulen der Diözese Daru-Kiunga arbeiten. Ihre Arbeitsbedingungen sind schwierig: Nach der Fahrt mit einem Boot gelangen sie häufig erst nach langen Fußmärschen durch unwegsames Gelände zu ihren Schülern.

Was die Gläubigen von ihrer Diözese erwarten, haben sie bereits vor Jahren so formuliert: “Wir möchten, dass unsere Kirche ein Abbild des Reiches Gottes ist, von dem Jesus gesprochen hat, wo alle einander lieben, wie Vater, Sohn und Heiliger Geist es tun.”

Ein Schwerpunkt der Seelsorge im Bistum sind Bildung und geistliche Begleitung. Dafür wurde eigens ein Pastoralplan verfasst. 2011 steht er unter dem Motto “Gemeinsam unterwegs“. Für 2012 wurde das Leitwort “Solidarität” gewählt.

Gruppenfoto mit Teilnehmenden der Exerzitien.

Gruppenfoto mit Teilnehmenden der Exerzitien.

Auf die Fortbildung des Lehrpersonals legt die Diözese ebenfalls großen Wert. So schreibt Schwester Marilyn Akonoh vom Diözesanbüro für Christliche Erziehung in Kiunga an KIRCHE IN NOT: “Die Seelsorge für Lehrer spiegelt sich in den Fortschritten wieder, die die Schüler erzielen.”

Die Ordensfrau und ihre Nachfolgerin, Schwester Imelda Ruasoi, organisieren Exerzitien für mehr als 150 Lehrerinnen und Lehrer. Dazu gehört auch die Abwicklung der sehr teuren Transfers.

Die Kurse sollen den Teilnehmern helfen, ihre berufliche Tätigkeit als Dienst zu verstehen. “Sie können in Christus, der Lehrer, Führer und demütiger Diener zugleich war, ein Beispiel für ihr eigenes Handeln entdecken”, so Schwester Marilyn. KIRCHE IN NOT unterstützt die Initiative mit einem Betrag in Höhe von 12.000 Euro.

Hier können Sie direkt online spenden.

KIN / S. Stein