ANGOLA

Einrichtung einer ‘Fazenda’

Kirche der Fazenda von innen

Frei Hans Stapel (2.v.r.), Gründer der Fazenda-Bewegung, bei einem Besuch der neuen Fazenda in Angola.

“Fazenda da Esperança”, Bauernhof der Hoffnung, ist eine Initiative, die vor 25 Jahren in Brasilien von jungen Katholiken ins Leben gerufen wurde. Sie gibt jungen, suchtkranken Menschen eine neue Lebensperspektive.

Das Konzept fußt auf Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität, das heißt: Alle Bewohner tragen durch ihre Arbeit zum Unterhalt bei. Sie kochen, waschen, backen, halten Vieh, bewirtschaften Hof und Garten und erledigen Auftragsarbeiten für Dritte. Den gemeinsamen Alltag richten sie nach einem Wort der Bibel aus.

Voraussetzung ist der Wunsch nach Heilung, Versöhnung und neuem Leben. Dreimal pro Woche wird in der Gemeinschaft Gottesdienst gefeiert. Jeder ist dabei unabhängig von religiösen Überzeugungen willkommen. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 70 Fazendas, in denen 2500 junge Menschen leben. Die Gemeinschaften richten sich an Frauen oder Männer.

Im angolanischen Katchiungo wird gegenwärtig der Aufbau einer weiteren Fazenda für junge Männer vorangetrieben. Papst Benedikt XVI. hatte die Gründer der Bewegung, den Brasilianer Nelson Giovanelli Rosendo und den deutschen Priester Frei Hans Stapel, bei einer Begegnung in Rom darum gebeten.

Katchiungo liegt in der Diözese Huambo. Dort hat die Bewegung ein verlassenes und heruntergekommenes Trappistenkloster übernommen. Sieben Fazenda-Missionare aus Brasilien, die das Projekt starten wollen, sind bereits eingetroffen. Das alte Kloster soll für zwei Wohngemeinschaften von je 20 Personen hergerichtet werden.

Hier sollen die Rekuperanten der Fazenda einziehen. Das völlig heruntergekommene Haus muss dringend renoviert werden.

Hier sollen die Rekuperanten einziehen. Das völlig heruntergekommene Haus muss dringend renoviert werden.

Es sind Suchtkranke, die einen Neubeginn wagen wollen, und deshalb auch Rekuperanten genannt werden. Die Gesamtkosten für die Renovierung der alten Klosteranlage dürften Schätzungen zufolge mehrere hunderttausend Euro betragen.

KIRCHE IN NOT hat den Aufbau mehrerer “Fazendas da Esperança” in den vergangenen Jahren gefördert und unterstützt auch die ersten Instandsetzungsarbeiten in Angola mit einem Zuschuss in Höhe von 75.000 Euro. Die Finanzmittel werden in zwei Jahresraten gewährt.

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte direkt online spenden

KIN / S. Stein