KUBA

Renovierung eines Ordenshauses

Pastoralteam in Santiago de Cuba

Zwei Schwestern des Pastoralteams in Santiago de Cuba.

Die Pfarrei zur Heiligen Familie in Santiago de Cuba ist Treffpunkt für viele Bewohner der angrenzenden Viertel. Santiago, die zweitgrößte Stadt Kubas, hat knapp eine halbe Million Einwohner. Sie gilt als Schmelztiegel der Kulturen, weil sie karibische und afrikanische Traditionen vereint.

Zum Pastoralteam der Pfarrei zur Heiligen Familie gehören drei Schwestern vom Orden der „Dienerinnen vom unbefleckten Herz Mariens“. Ihr Charisma ist die „Verwirklichung einer Schule der Liebe Gottes“, was sich in vielfältigen pastoralen und humanitären Initiativen ausdrückt. Hatten die Schwestern vor der Revolution noch Schulen geleitet, so haben sie ihre Aktivitäten seitdem auf die Pfarreiseelsorge beschränkt.

Heute sind die Oberin María del Carmen Balmaseda sowie die Schwestern Jeanine Paquin und Colette Rodrigue in mehreren Pfarreien tätig. Sie leiten Katechesen, betreuen Familien, begleiten Paare und einen Gebetskreis, besuchen Kranke und koordinieren den Besuchsdienst in einem Krankenhaus.

Zudem helfen sie einmal pro Woche bei der Betreuung von Pilgernden im Marienheiligtum von El Cobre. Die Jungfrau von Cobre wird als Patronin Kubas verehrt. 2012 jährt sich zum 400. Mal die Auffindung dieses Marienbildnisses in der Bucht von Nipe im Nordosten des Landes.

Renovierungsbedürftiges Haus in Santiago de Cuba.

In diesem Haus wohnen die Schwestern. Es muss dringend renoviert werden.

Die „Dienerinnen vom unbefleckten Herz Mariens“ wirken seit 1950 auf Kuba und seit 1979 in der Pfarrei zur Heiligen Familie. Eine Zeit lang konnten sie im Pfarrhaus wohnen. Im August 2010 mussten sie es für Jesuitenpatres räumen, die kurz zuvor die Seelsorge dieser Pfarrei übernommen hatten. Dank erster großzügiger Spenden konnten die drei Ordensschwestern, die lange über keine eigene Unterkunft verfügten, ein herunter gekommenes Haus in der Nachbarschaft erwerben. Alternativen gab es nicht.

Der Altbau bedarf dringend einer Renovierung. Zwar wurden neue Stromkabel verlegt und einige kleinere Reparaturen vorgenommen, doch nach wie vor hängen überall Teile der hölzernen Zwischendecke lose herunter und könnten herabstürzen. Durch die aus Holz, Steinen und Mörtel bestehenden Mauern ist von außen Wasser eingedrungen; auch das Dach ist nicht dicht.

Eigentlich müsste das Haus abgebrochen und ein neues errichtet werden. Wegen der Bürokratie und eines ständigen Mangels an Baumaterial ist an eine solche Lösung aber nicht zu denken. Deshalb wird das Haus renoviert. Der Finanzbedarf liegt bei 24.000 Euro. KIRCHE IN NOT fördert das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro.

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte direkt online spenden

KIN / S. Stein