UKRAINE

Hilfe für Seminaristen

Seminaristen vor dem Petersdom

Ukrainische Seminaristen vor dem Petersdom in Rom.

Die Erzeparchie Ternopil-Zboriw, ein Erzbistum der Griechisch-Katholischen Kirche, liegt im Westen der Ukraine. In diesem Teil des Landes sind rund zwei Drittel der Bevölkerung katholisch.

Im Seminar der Erzeparchie studieren zurzeit 130 junge Männer. Sie stammen aus sechs ukrainischen Diözesen und aus Weißrussland. Nach der Weihe werden manche außerhalb der Heimat als Seelsorger arbeiten, unter anderem in Deutschland und Italien.

Das Seminar wurde 1993 gegründet. Gegenwärtig gibt es nach den Worten des Erzbischofs der Erzeparchie Ternopil-Zboriw, Vasyl Semenjuk, fünfzig Professoren. Neben dem Studium sind die Seminaristen in der Seelsorge aktiv. In Pfarreien leiten sie beispielsweise Katechese-Gruppen für Kinder und Jugendliche.

Die Aktivitäten beschränken sich dabei nicht nur auf die unmittelbare Umgebung. In den Ferien besuchen die Studenten Pfarrgemeinden in der Ostukraine oder betreuen Ferienfreizeiten für Jugendliche in Kasachstan. Die Visiten sollen sie auf mögliche spätere Einsätze im Osten des Landes und in noch weiter entfernten Regionen vorbereiten.

Doch das ist nicht alles: Die Seminaristen ergreifen weitere Initiativen, organisieren etwa Exerzitien und Konzerte. Zusammen mit Jugendlichen gestalteten sie in den vergangenen Osterferien beispielsweise einen Kreuzweg; singend und betend folgten sie dem Leidensweg Christi.

Pastorale Arbeit mit Kindern

Die Seminaristen betreuen in der Freizeit Kindergruppen.

Das Priesterseminar wird von der Diözese getragen, ist aber auf Unterstützung von außen angewiesen. Die Unterhaltskosten liegen gegenwärtig bei rund 611.000 Euro jährlich. Ein Studienplatz kostet 4.700 Euro pro Jahr. Das Seminar verfügt über einen Bauernhof für Viehhaltung sowie Anbauflächen für Getreide und Gemüse, wo auch die Seminaristen mit Hand anlegen. Eine Reihe von Grundnahrungsmitteln können folglich selbst hergestellt werden.

Dennoch reichen die Mittel nicht aus, um die laufenden Kosten zu tragen. Erzbischof Vasyl Semenjuk und der Rektor des Seminars, Pater Ivan Rymar, haben daher KIRCHE IN NOT um Hilfe gebeten. Um die Ausbildung der 130 Kandidaten zu sichern, wird das Seminar mit einem Zuschuss in Höhe von 65.000 Euro gefördert.

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KIN / S. Stein