UKRAINE

Renovierung des Klosters in Dolyna

Bei einer Ferienfreizeit für Kinder, um die sich die Schwestern kümmern.

Bei einer Ferienfreizeit für Kinder, um die sich die Schwestern kümmern.

102 Schwestern hat der griechisch-katholische Orden der Heiligen Familie in der Ukraine. An sieben Orten kümmern sie sich um Familien, Jugendliche und Kinder und sind in Pfarreien und Schulen in der Katechese tätig.

Die meisten Kinder und Jugendlichen, die in der Ukraine die Sonntagsschulen, den Religionsunterricht und kirchlichen Freizeitveranstaltungen besuchen, stammen zwar aus gläubigen Familien, aber zumeist ist dieser Glaube wenig entwickelt.

Die Eltern wissen oft genauso wenig wie die Kinder. Ein Bischof berichtete in der Vergangenheit, dass eine Mutter einmal zu ihm sagte: „Wie soll ich meinen Kindern das Beten lehren, wenn ich selbst das Vaterunser aus dem Fernsehen gelernt habe?“ Aber der Wunsch, mehr über Gott zu erfahren, ist bei vielen Menschen stark ausgeprägt. Das Apostolat der Schwestern ist also notwendig und fällt auf fruchtbaren Boden.

Vierzehn Schwestern sind bereits alt und pflegebedürftig. Zur Zeit der Sowjetunion wurden Gläubige verfolgt. Die Schwestern mussten ihrer Berufung im Untergrund folgen und viel Leid erfahren. Heute sind sie selbst auf Hilfe angewiesen. Von ihren jüngeren Mitschwestern werden sie liebevoll versorgt.

Alle 102 Ordensfrauen leben nur von dem, was einige von ihnen in Schulen und Pfarreien verdienen. Die Gehälter sind mehr als bescheiden: 80 bis 90 Euro im Monat. Sie reichen kaum für die Abgaben und die Verpflegung. Von dringend erforderlichen Renovierungsmaßnahmen an ihren Klöstern können sie kaum träumen. Dabei ist die Wohnsituation katastrophal.

Die Ordensschwestern aus Dolyna und Kinder bei einem Auftritt.

Die Ordensschwestern aus Dolyna und Kinder bei einem Auftritt.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der Ukraine erlangte der Orden seine Klostergebäude zurück, die in kommunistischer Zeit enteignet worden waren. Sie sind jedoch baufällig und marode. Viele Jahrzehnte lang wurde kein Handschlag an ihnen getan. Sie wurden vom Militär genutzt und sind heute so gut wie unbewohnbar.

Zurzeit schlafen die Schwestern zu viert oder fünft in einem Raum, manche von ihnen auf Klappsesseln. Regenwasser dringt durch die kaputten Dächer, so dass die Wände feucht werden und sich Schimmel bildet. Die Fenster sind undicht, weil das Holz morsch ist. Die Heizung ist völlig veraltet und verschlingt hohe Summen. Besonders schlimm steht es um das Kloster in Dolyna.

Die Schwestern bitten uns um Hilfe, weil sie die Heizkosten nicht mehr tragen können. Wenn sie das Gebäude renovieren, werden die Kosten in Zukunft sinken. Wir haben ihnen 12.000 Euro versprochen.

Hier können Sie für dieses und andere Projekte spenden.

1.Mrz 2012 08:32 · aktualisiert: 14.Mrz 2012 16:00
KIN / S. Stein