VENEZUELA

Existenzhilfe für Karmelitinnen

Die Karmelitinnen beim Sticken.

Die Karmelitinnen beim Sticken.

Noch leben sie zu viert in der Zweimillionenstadt Maracaibo im Nordwesten Venezuelas. Doch sobald sie eine feste Bleibe haben, können sie weitere Schwestern aufnehmen.

Derzeit haben die Karmelitinnen, die auf Bitte von Erzbischof Ubaldo Ramón Santana Sequera nach Maracaibo gekommen waren, vorübergehend Aufnahme in einer katholischen Klinik gefunden. 40 Brüder leiten die Klinik und sind für Patienten und Personal verantwortlich.

Die provisorische Unterkunft in der Klinik ist denkbar ungeeignet für die kontemplativen Schwestern. Zudem werden die Räume eigentlich für die Patienten benötigt. Die Brüder hatten sie den Schwestern überlassen, „bis das Kloster soweit fertig gestellt ist, um einziehen zu können“, erzählt Schwester Nancy, die Oberin der Karmelitinnen.

Das Kloster sollte schon längst fertig gestellt sein, doch die Schwestern haben sich verkalkuliert. Das Bauvorhaben dauert länger als angenommen, ihr mündlicher Mietvertrag läuft im Herbst aus und sie werden ausziehen, „ohne zu wissen, wohin wir gehen sollen“. Wie einst die Heilige Familie sind sie auf der Suche nach einer Herberge.

Immerhin sind die Bauzeichnungen bald abgeschlossen. „Die Ingenieure machen Überstunden, um unseren Wunsch zu erfüllen“, sagt Schwester Nancy. Die Schwestern fertigen liturgische Gewänder und Stickarbeiten an und verkaufen sie, um mit dem Erlös die Ingenieure bezahlen zu können. Die Brüder unterstützen sie, wo sie können. Sie schenken ihnen Lebensmittel und Medikamente und erlassen ihnen einen Teil der laufenden Kosten.

Mit dem Verkauf von handarbeiten versuchen die Schwestern finanziell über die Runden zu kommen.

Mit dem Verkauf von Handarbeiten versuchen die Schwestern finanziell über die Runden zu kommen.

„Die Brüder bringen uns die ganze Zeit ihre liebevolle Aufmerksamkeit und wertvolle Gastfreundschaft entgegen. Wir sind ihnen zutiefst dankbar“, so Schwester Nancy, aber der Traum vom eigenen Kloster liegt in weiter Ferne.

Erzbischof Santana möchte den Karmelitinnen helfen. Er schätzt ihre Anwesenheit in der Diözese sehr. „Ihre Präsenz in Maracaibo ist eine Gnade für uns, ihr Gebet ruft himmlischen Segen auf unser Land herab“, schreibt er. Doch seine Erzdiözese ist arm. Deshalb bittet er die Wohltäter von KIRCHE IN NOT die vier Karmelitinnen zu unterstützen: damit ihr Traum vom eigenen Kloster kein Traum bleibt.

Hier können Sie für dieses und andere Projekte spenden.

1.Mrz 2012 08:31 · aktualisiert: 14.Mrz 2012 16:01
KIN / S. Stein