EL SALVADOR

Ein Auto für die Pfarrei

Friedensgruß bei einem Gottesdienst in El Salvador.

Friedensgruß bei einem Gottesdienst in El Salvador.

Vor 32 Jahren wurde Oscar Romero, der Erzbischof von San Salvador, ermordet. Er machte auf die soziale Ungerechtigkeit aufmerksam und kritisierte die blutigen Morde und das System der Oligarchie, das die Menschen von El Salvador ins Elend stürzte.

Ihm wurde vorgeworfen, eine politische Befreiungstheologie zu predigen. Doch seine Stimme ist nichts anderes gewesen als die eines Hirten, der besorgt ist um das Heil seiner Herde. Die Kirche, die den Schutz menschlicher Würde fordert und um soziale Gerechtigkeit kämpft, wird für die Regierenden besonders unbequem. Plakate aus dieser Zeit tragen die Slogans: „Sei ein Patriot: Töte einen Priester!“

Täglich kamen arme und reiche Menschen zu ihm, die um seine Intervention für inhaftierte Bekannte und Verwandte baten. Denn die mächtigste Waffe des Bischofs war das Wort, das er von der Kanzel verkündete: ein Wort, das Verbrecher kritisierte, die beim Namen genannt werden, ein Wort, das die Folter, die Entführungen und Morde beschrieb.

Am 24. März 1980 hiellt er eine Seelenmesse für seine verstorbene Mutter. Trotz ausdrücklicher Bitten seiner Freunde, die ihm aus Angst vor einem Anschlag davon abrieten, betrat er den Altar, um die Eucharistie zu feiern. Die Kugel eines Scharfschützen verwundete ihn tödlich, als er nach der Predigt zum Altar geht.

Sein Begräbnis wurde zu einer Demonstration des freien Volkes, die von Bomben und Schüssen brutal unterbrochen wurde. Der Märtyrertod des Bischofs vermischte sich mit dem Blut hunderter weiterer Katholiken, die im Blut „des Erlösers“ (El Salvador) die ewige Ruhe finden.

Gemeinde in der Diözese San Miguel in El Salvador.

Gemeinde in der Diözese San Miguel in El Salvador.

Auch heute noch steht die katholische Kirche in dem zentralamerikanischen Land an der Seite der armen und schwachen Menschen. So auch in der Diözese San Miguel im Osten El Salvadors, der Heimatdiözese Erzbischof Romeros.

Vor drei Jahren wurde dort eine neue Pfarrei eingerichtet. Sie ist der Schmerzhaften Jungfrau geweiht und erstreckt sich über ein riesiges vor allem ländliches Gebiet. 18 000 Menschen leben hier. Die meisten Familien sind arm. Im vergangenen Jahr wurde die Region von schweren Tropenstürmen heimgesucht, so dass die Menschen noch ärmer geworden sind.

Pfarrer Ramón Obdulio Lara Palma braucht dringend ein Auto, um in die weit abgelegenen Dörfer zu gelangen. Wir helfen ihm mit 13.700 Euro.

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte direkt online spenden

3.Apr 2012 07:25 · aktualisiert: 3.Apr 2012 07:32
KIN / S. Stein