RUMÄNIEN

Renovierung eines Pfarrhauses

Feuchte Wand im Pfarrhaus von Ioanis.

Feuchte Wand im Pfarrhaus von Ioanis.

Knapp 200 000 der 1,8 Millionen rumänischen Katholiken gehören der griechisch-katholischen Kirche an. Sie feiern ihre Gottesdienste im byzantinischen Ritus und erkennen den Papst als ihr kirchliches Oberhaupt an. Ihre Priester sind überwiegend verheiratet, so wie es in den Ostkirchen üblich ist.

Zu kommunistischer Zeit wurden Christen in Rumänien stark verfolgt. Dennoch bekennen sich mehr als 98 Prozent der Einwohner des Landes zum Christentum. Die meisten von ihnen gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an.

Die griechisch-katholische Pfarrei in Ioanis wurde 1994 eingerichtet. Am Anfang hatte die Gemeinde nur 20 Mitglieder. Eine Kirche gab es nicht, die Gottesdienste wurden in einem Hof abgehalten. Zwei Jahre später bot ein Gemeindemitglied dem Pfarrer einen Raum seines Hauses als Kapelle an. Sechs Jahre lang wurde die heilige Messe an Sonn- und Feiertagen dort gefeiert. 2002 konnte endlich ein richtiges Gotteshaus eingeweiht werden. Inzwischen hat die Pfarrei 230 Mitglieder.

Pfarrer Mircea Bota schreibt uns: „Die ständige Anwesenheit des Pfarrers unter den Gläubigen ist sehr wichtig. Wir feiern täglich die Gottesdienste. Ich halte außerdem dreimal wöchentlich Religionsunterricht.“ Zudem besucht er an jedem ersten Freitag im Monat die kranken Menschen. Vor jeder Messe wird der Rosenkranz gebetet, in der Fastenzeit der Kreuzweg. Die Gemeinde ist aktiv.

Das Pfarrhaus von Ioanis.

Das Pfarrhaus von Ioanis.

Der Pfarrer und seine Familie wohnen jedoch in einem Haus, das dringend sanierungsbedürftig ist. Die Wände sind feucht, die Fenster und Türen sind undicht und müssen ausgetauscht werden. Auch der Fußboden bedarf der Erneuerung. Zudem muss dringend eine Heizung eingebaut werden. „Es ist unangenehm, im Winter mit der Familie in einem alten Haus zu wohnen“, schreibt Pfarrer Bota, aber er will und muss bei seinen Gläubigen sein.

Er selbst kann für die Renovierung nicht aufkommen. Gerade die verheirateten Priester der Ostkirchen sind häufig arm, da sie nicht nur für ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch für den ihrer Familien aufkommen müssen. Vom Staat erhalten sie nur eine kleine finanzielle Zuwendung, die aber niedriger ist als die durchschnittliche Lohnuntergrenze in Rumänien. Sonst leben sie von dem, was die Gläubigen, die selbst in der Regel arm sind, ihnen für ihren Dienst geben.

Wir möchten mit 5.000 Euro helfen, das Pfarrhaus zu renovieren und eine Heizung einzubauen.

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KIN / S. Stein