TANSANIA

Ausbildung von Katecheten

Gebet an einem Kreuz.

Gebet an einem Kreuz.

Jedes Jahr wächst die Zahl der Christen in Afrika um etwa 8,4 Millionen Menschen. Innerhalb der nächsten dreißig Jahre wird sich die Zahl der Christen in Afrika verdoppelt haben.

Unentbehrlich für das Leben der Kirche in Afrika sind Katecheten, denn trotz der steigenden Zahl an Berufungen gibt es vielerorts zu wenige Priester für die vielen Gläubigen. Der Einsatz von Katecheten, die den Priestern bei ihrer Arbeit zur Seite stehen, ist daher notwendig – vor allem in den zahlreichen weit abgelegenen Dörfern, die nur schwer zu erreichen sind.

Die Katecheten versammeln die Gläubigen zum Gebet, bereiten die Menschen auf den Empfang der Sakramente vor und lehren sie das Wort Gottes – manchmal in einer Kapelle, oft einfach nur unter einem Baum.

In vielen afrikanischen Dörfern sieht man viele Gruppen von Gläubigen mit einem Katecheten – die eine Gruppe betet gerade gemeinsam, die andere sitzt im Schatten und spricht über ein Wort aus der Heiligen Schrift, anderswo versammeln sich Ehepaare, darunter viele Frauen, die kleine Babys auf dem Arm tragen. Sie lernen, wie eine christliche Familie und eine katholische Erziehung der Kinder gelingen können.

Auch in der Allerheiligenpfarrei von Mtandika in der Diözese Iringa im Südwesten Tansanias leisten Katecheten wertvolle Arbeit. Pfarrer Francis Mkakanze betreut als einziger Priester 6000 Katholiken. Und es werden immer mehr, denn die Familien haben viele Kinder. So wächst die Zahl der Gläubigen stark an. Die 1994 gegründete Pfarrei hat neun Außenstationen. Jede von ihnen besucht der Pfarrer ein- bis zweimal im Monat. Dann feiert er die heilige Messe, spendet die Sakramente und steht den Menschen mit Rat und Tat zur Seite.

Pater Francis Mkakanze mit Schwestern, Messdienern und Gottesdiensbesuchern.

Pater Francis Mkakanze mit Schwestern, Messdienern und Gottesdiensbesuchern.

Dabei helfen ihm 18 Katecheten. Sie versammeln sich mit der Gemeinde zum Gebet und zu Wortgottesdiensten und erteilen in den Grundschulen in den Dörfern Religionsunterricht. Sie widmen sich zwar mit großer Hingabe ihrer Aufgabe, die meisten von ihnen sind aber nicht gut genug ausgebildet. Oftmals fehlen ihnen selbst die Kenntnisse, die sie brauchen, um unterrichten zu können.

Deshalb möchte Pfarrer Mkakanze 16 von ihnen zu Kursen schicken, damit sie ihre Aufgabe besser ausführen können. Obwohl die Gläubigen in der Pfarrgemeinde selbst arm sind, haben sie mit vereinten Kräften 200 Euro gespendet. Das sind gerade einmal 12,50 Euro pro Katechet.

Aber das Geld reicht nicht, denn nicht nur die Gebühren für die Kurse müssen aufgebracht werden, sondern auch die Fahrtkosten. Außerdem müssen Bücher und andere Arbeitsmaterialien angeschafft werden. Insgesamt werden ca. 200 Euro für die Ausbildung jedes Katecheten benötigt.

Daher hat uns der Pfarrer um Hilfe gebeten. 3.000 Euro haben wir ihm versprochen – 187,50 Euro für jeden Katecheten. Ein kleiner Betrag, der zahlreichen Gläubigen großen geistlichen Gewinn bringen wird. Wer hilft mit?

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte direkt online spenden

Schlagworte:
Armut · Ausbildung · Erziehung · Iringa · Katechese · Tansania
3.Mai 2012 11:03 · aktualisiert: 3.Mai 2012 11:33
KIN / S. Stein