RUSSLAND
Hilfe für Ordensschwestern
Die Diözese “Verklärung des Herrn” mit Sitz in Nowosibirsk erstreckt sich über ein Gebiet von zwei Millionen Quadratkilometern, also sechs Mal so groß wie Deutschland.
Wie viele Katholiken es gibt, ist nicht bekannt. Schätzungen zufolge sind es ein paar hunderttausend Menschen, die katholische Wurzeln haben – vor allem unter den Menschen, die deutsch-, polnisch- oder ukrainischstämmig sind oder anderen Volksgruppen angehören, die in der Vergangenheit nach Sibirien deportiert oder umgesiedelt wurden.
Das bedeutet aber nicht, dass sie alle als Katholiken leben, sondern es bedeutet lediglich, dass ihre Vorfahren katholisch waren. Nur 10 000 Menschen kommen zurzeit in der Diözese sonntags zu den Gottesdiensten.
Im Bistum sind Ordensschwestern verschiedener Gemeinschaften tätig: Pallotinerinnen, Missionarinnen der Nächstenliebe vom Orden Mutter Teresas, Elisabethschwestern und andere. Oft fahren Schwestern in abgelegene Orte, halten Wortgottesdienste und bereiten Kinder auf die Erstkommunion vor. Von jeher waren es in Sibirien Frauen, die den Glauben über die Zeiten der Verfolgung hinweggerettet haben. Nun tragen sie voller Hingabe zum Wachstum und zur Stabilisierung der kleinen Gemeinden bei. Aber vor allem helfen sie den armen und benachteiligten Menschen.
Die Liste der guten Taten, die alle 76 Schwestern in der Diözese der “Verklärung des Herrn” tun, ist lang: Hier verteilen sie eine warme Suppen für Obdachlose, dort bringen sie Kindern, um die sich niemand kümmert, das Lachen zurück, sie stehen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite, trösten Betrübte, schenken Sterbenskranken Trost und ein würdiges Ende, sie geben ehemaligen Straßenkindern ein neues Zuhause und pflegen Menschen mit Behinderung.
Vor allem bringen sie das Wort Gottes zu den Menschen, die in der langen Zeit des Kommunismus ihren Glauben nicht frei leben durften, sondern Angst davor haben mussten, in einem der gefürchteten Straflager zu enden. Die Schwestern tun all dieses still und demütig, aber für unzählige Menschen sind sie gute Engel — auch für die Priester, denn diese könnten ihren Dienst ohne die Hilfe der gottgeweihten Frauen kaum verrichten.
Unterstützt werden diese guten und wichtigen Aktivitäten von dem Gebet der drei Karmelitinnen, die im Jahr 2002 in Novosibirsk ihr kontemplatives Kloster gegründet haben. Zu ihnen kommen oft Gläubige, um mit ihnen zu beten.
Aufopferungsvoller Dienst
Alle diese Schwestern in der Diözese sind auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen, denn ohne unsere Hilfe könnten sie ihren aufopferungsvollen Dienst nicht tun. Auch in diesem Jahr unterstützen wir die Schwestern daher mit 38.000 Euro.
Bischof Joseph Werth schreibt uns: “Diese Hilfe ist wirklich für alle unsere Gemeinschaften eine große Unterstützung, und ich bin Ihnen, ebenso wie die Schwestern in meiner Diözese, sehr dankbar, dass wir diese Hilfe bisher immer erhalten haben.”





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