TANSANIA

Ausbildungsbeihilfe für Novizinnen

Novizinnen beim Ablegen der Gelübde

Novizinnen beim Ablegen der Gelübde.

Seit zwei Jahren werden die Menschen in der Diözese Moshi im Nordosten Tansanias von Dürre und Missernten heimgesucht. Viele Menschen betteln aus Hunger. Jeden Tag steigen die Preise für Lebensmittel.

Auch medizinische Behandlung ist für viele unerschwinglich. In den staatlichen Krankenhäusern streiken außerdem oft die Ärzte. Von einer Versorgung in privaten Kliniken können die Armen nicht einmal träumen.

Der notleidenden Bevölkerung helfen die Spiritanerschwestern, die in der Diözese tätig sind. Sie arbeiten als Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Krankenschwestern. Im Gesundheitszentrum, das sie leiten, werden die Patienten auch dann behandelt, wenn sie kein Geld haben.

Dabei sind die Schwestern selbst arm. In Krankenhäusern und Kindergärten bekommen sie ein Monatsgehalt von 55 Euro, in den Pfarreien, in denen sie den Priestern zur Seite stehen, erhalten sie zehn bis 45 Euro. Wenn dann ein Liter Benzin oder ein Kilo Reis mehr als einen Euro kostet und die Preise immer noch weiter steigen, trifft es die Schwestern hart.

Novizinnen mit Kerze

Vier der Novizinnen aus Tansania.

Ihre Fahrzeuge verwenden sie nur, wenn es für ihre Arbeit notwendig ist, aber dennoch können sie kaum für das Benzin aufkommen. Dazu kommt, dass oft der Strom ausfällt. Dann müssen die Ordensfrauen den Generator anwerfen, der Diesel verschlingt.

Die Schwestern sorgen für ihren eigenen Lebensunterhalt. Sie arbeiten im Garten, in der Molkerei, in der Küche, der Wäscherei, bauen Gemüse und Mais an, züchten Kaninchen, Schweine und Hühner und haben ein eigenes Feld, auf dem Bananenstauden wachsen. Dies dient jedoch für den Eigenbedarf des Klosters. Gewinne erwirtschaften sie damit nicht.

Zurzeit haben die Schwestern 26 Novizinnen. Die jungen Frauen werden in das geistliche Leben eingeführt und zugleich praktisch ausgebildet, damit sie Gott, den Armen und der Kirche dienen können.

Novizinnen im Klassenraum

Novizinnen im Klassenraum. Sie werden theologisch und auch in anderen Fächern ausgebildet.

Sie lernen Kirchengeschichte, Missionswissenschaft, die Geschichte ihres Ordens, Englisch, Psychologie, christliche Anthropologie, Moraltheologie, werden an geistliche Lektüre herangeführt und im Gebet unterwiesen. Sie lernen das Leben der Heiligen kennen und erwerben zugleich viele praktische Fertigkeiten. Da die Menschen in der Region verschiedenen Volksgruppen angehören, müssen die Schwestern auch ihre Kultur und Lebensweise besser kennen lernen.

Für die Ausbildung der 26 Novizinnen kann der Orden aus eigener Kraft nicht aufkommen. Daher haben sich die Schwestern vertrauensvoll an uns gewandt. KIRCHE IN NOT hilft mit 10.000 Euro. Dies sind pro Schwester 333 Euro im Jahr, also nicht einmal 28 Euro im Monat. So wenig ist notwendig, damit junge Frauen in Tansania dem Ruf Gottes folgen und den Armen dienen können.

Hier können Sie für dieses und ähnliche Projekte spenden.

KIN / S. Stein